12-23-2024, 10:01 AM
Lieber Claus!
Ich finde, dass unsere Gesellschaft sehr schlecht mit dem Thema Tod umgeht. Darum wird das häufig ausgelassen in Gesprächen. Das macht es für alle nur unnötig kompliziert. Sterben werden wir alle, keiner weiß, wann und unter welchen Umständen. Ich finde es wichtig miteinander zu sprechen, was jeder sich wünscht. Wo will man zur Ruhe gebracht werden, welche Musik usw. Der oder die, die übrig bleiben, haben so viele Entscheidungen zu treffen, was man abnehmen kann, nimmt man einander ab. Mit w sitzt du oft im Auto…was wenn es beide erwischen sollte, ist das geklärt? Welche med. Hilfen legt wer ab, ist das festgehalten?
Wir reden hier ab und zu drüber, auch weil wir beide betroffen sind und weil ich schon ganz heikle Zeiten hatte. Und da gibt es viele Fragen, über die man sich austauschen sollte. Und das sollte wirklich jeder tun, egal, wie gesund man ist. Mein Schwager starb letztes Jahr ganz und gar unverhofft: Sportlich, fit, mittleres Alter, erfolgreich, geliebt. Damit hatte niemand gerechnet. Niemand. Er war der Fels in der Brandung.
Darum ist die Frage, wie man damit umgeht, eine Frage, die jeden angeht. Wirklich jeden.
Ich habe vor über 20 Jahren gesagt bekommen, dass 80% die ersten zwei Jahre nach Diagnosestellung nicht überleben. Ich lebe noch und genieße das Leben. Neunzehn Jahre nach Diagnosestellung habe ich Fürbitte gehalten im Trauergottesdienst meines ganz gesunden Schwagers.
Ich finde, dass unsere Gesellschaft sehr schlecht mit dem Thema Tod umgeht. Darum wird das häufig ausgelassen in Gesprächen. Das macht es für alle nur unnötig kompliziert. Sterben werden wir alle, keiner weiß, wann und unter welchen Umständen. Ich finde es wichtig miteinander zu sprechen, was jeder sich wünscht. Wo will man zur Ruhe gebracht werden, welche Musik usw. Der oder die, die übrig bleiben, haben so viele Entscheidungen zu treffen, was man abnehmen kann, nimmt man einander ab. Mit w sitzt du oft im Auto…was wenn es beide erwischen sollte, ist das geklärt? Welche med. Hilfen legt wer ab, ist das festgehalten?
Wir reden hier ab und zu drüber, auch weil wir beide betroffen sind und weil ich schon ganz heikle Zeiten hatte. Und da gibt es viele Fragen, über die man sich austauschen sollte. Und das sollte wirklich jeder tun, egal, wie gesund man ist. Mein Schwager starb letztes Jahr ganz und gar unverhofft: Sportlich, fit, mittleres Alter, erfolgreich, geliebt. Damit hatte niemand gerechnet. Niemand. Er war der Fels in der Brandung.
Darum ist die Frage, wie man damit umgeht, eine Frage, die jeden angeht. Wirklich jeden.
Ich habe vor über 20 Jahren gesagt bekommen, dass 80% die ersten zwei Jahre nach Diagnosestellung nicht überleben. Ich lebe noch und genieße das Leben. Neunzehn Jahre nach Diagnosestellung habe ich Fürbitte gehalten im Trauergottesdienst meines ganz gesunden Schwagers.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

