08-23-2013, 08:50 PM
Hey!
Ich habe einen angeborenen Herklappenfehler. Musste dann mit 13 Jahren nochmal operiert werden. Davor ging es mir seelisch ziemlich gut. Als ich dann aber in meine Klasse zurück kam, ging es stetig bergab. Ein paar Lehrer reagierten zu überfürsorglich, was in Mobbing der Schüler ausartete. Ein Beispiel, dass viele nicht wissen, wie man mit solchen Krankheiten umgehen soll. Ich habe nie wirklich in meine Klasse zurückgefunden, auch wenn ich nicht mehr gemobbt werde, so werde ich immer noch schief angeguckt, wenn ich erklären muss, dass ich eine Fahrradtour aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen kann. Eine Entschuldigung habe ich nie bekommen, weil es ja hieß, ich hätte bei den Lehrern auf die Tränendrüse gedrückt...
Um mich nicht wieder in solche Situationen zu bringen, erzähle ich neuen Bekanntschaften nichts von meiner Krankheit. Und wenn daraus Freundschaft wird, erfahren sie nur, dass ich eine Herzkrankheit habe. Mehr interessiert die meisten auch gar nicht. Da ich in den letzten Jahren viele neue Leute kennengelernt habe, konnte ich auch feststellen, dass viele (es gibt aber auch einige wenige Leute, die dass nicht weiter "stört") mich wie ein rohes Ei behandeln, sobald die Krankheit ans Licht kommt... Der Zustand hält zum Glück nicht allzu lange an,aber es ist, wie schon beschrieben wurde, einengend.
Eine chronische Krankheit, egal welche, beeinflusst alle, die davon wissen. Wen sie belastet, hängt ganz von der Einstellung der jeweiligen Person gegenüber Kranken ab.
Einen schönen Abend noch!
PS: Da hier auch das Sterben angesprochen wurde: Hatte selbst schon zwei Nahtoderfahrungen, wollte das hier aber nicht mit aufgreifen, da der Tod natürlich die Angehörigen stark belastet und es deprimierend ist, darüber zu reden. Pläne mache ich aber auch eher ungern, nicht wegen meiner Krankheit, sondern weil Spontanität viel interessanter ist
Ich habe einen angeborenen Herklappenfehler. Musste dann mit 13 Jahren nochmal operiert werden. Davor ging es mir seelisch ziemlich gut. Als ich dann aber in meine Klasse zurück kam, ging es stetig bergab. Ein paar Lehrer reagierten zu überfürsorglich, was in Mobbing der Schüler ausartete. Ein Beispiel, dass viele nicht wissen, wie man mit solchen Krankheiten umgehen soll. Ich habe nie wirklich in meine Klasse zurückgefunden, auch wenn ich nicht mehr gemobbt werde, so werde ich immer noch schief angeguckt, wenn ich erklären muss, dass ich eine Fahrradtour aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen kann. Eine Entschuldigung habe ich nie bekommen, weil es ja hieß, ich hätte bei den Lehrern auf die Tränendrüse gedrückt...
Um mich nicht wieder in solche Situationen zu bringen, erzähle ich neuen Bekanntschaften nichts von meiner Krankheit. Und wenn daraus Freundschaft wird, erfahren sie nur, dass ich eine Herzkrankheit habe. Mehr interessiert die meisten auch gar nicht. Da ich in den letzten Jahren viele neue Leute kennengelernt habe, konnte ich auch feststellen, dass viele (es gibt aber auch einige wenige Leute, die dass nicht weiter "stört") mich wie ein rohes Ei behandeln, sobald die Krankheit ans Licht kommt... Der Zustand hält zum Glück nicht allzu lange an,aber es ist, wie schon beschrieben wurde, einengend.
Eine chronische Krankheit, egal welche, beeinflusst alle, die davon wissen. Wen sie belastet, hängt ganz von der Einstellung der jeweiligen Person gegenüber Kranken ab.
Einen schönen Abend noch!
PS: Da hier auch das Sterben angesprochen wurde: Hatte selbst schon zwei Nahtoderfahrungen, wollte das hier aber nicht mit aufgreifen, da der Tod natürlich die Angehörigen stark belastet und es deprimierend ist, darüber zu reden. Pläne mache ich aber auch eher ungern, nicht wegen meiner Krankheit, sondern weil Spontanität viel interessanter ist

