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Hallo zusammen
ich glaub wenn man eine Familie und Freunde hat die einen wirklich lieben, dann sind die sehr interessiert an das Wohl und die Gefühle, ja sie informieren sich meist auch über die Krankheiten und sind so eine Stütze. Ich würde nicht denken das meine Familie es mehr belastet als mich, sicher die älteren Generationen das die Oma/der Opa oder Uroma/Uropa zweifelt meist warum ausgerechnet der Enkel/Urenkel sie würden gern tauschen für ihrer Ur-/Enkel so war es zumindest bei mir wobei ich dann in dieser Situation sage "ich bin froh das es mich getroffen hat weil ich sie nicht weniger liebe und will das es ihnen gut geht"
Meist sind Menschen aber auch überfordert und haben Angst, so stellen sie die Frage "Wie geht es dir denn?" und im gleichem Atemzug kommt dann "mir gehts ja ...." dann weiß ich das derjenige nicht wirklich wissen will wie es mir geht und antworte nicht oder nur "ja geht".
Der Spruch "wer nicht kämpft der hat schon fast verloren" hat in meinen Augen was wahres im Kern, denn lass ich mich hängen, dann gehts mir automatisch schlechter, das will ich nicht. Ich merk es derzeit das es mir mehr schadet das ich nicht so kraftvoll mit der Diagnose umgehen kann.
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als ich meine diagnose vor ca einem jahr bekam brach meine mutter erstmal n tränen aus mich hat das emotional eigentlich gar nicht getroffen. den nächsten monat hat meine mutter oft geweint. vor ca einem halben jahr fing es bei mir dann auch an, dass ich manchmal abends im bett liege und nicht immer weine aber traurig bin, im alltag geht es mir aber total normal. meine klassenkameraden hatten am anfang viel mitleid und ich glaube sie wussten auch nicht wie sie damit umgehen sollen...mitlerweile ist es für sie aber auch total normal und wir machen auch öfters scherze darüber. meiner mutter geht es auch besser, nur wenn wir zur kontrolluntersuchung gehen ist sie emotinal angespannt.
ich denke, dass es immer von den personen abhängt ob und wei doll es einen belastet. und aus erfahrungen kann ich sagen, dass wenn man den leuten zeit gibt und selber zuversicht austrahlt sie mit der zeit auch locker damit umgehen können.
LG Loreen<3
Zitat:Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
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Ich glaube, dass alle anderen stärker belastet werden als man selbst. Naja, im schlimmsten Fall wäre man nicht mehr da, da ist eine ganz doofe Vorstellung. Hemmungslos Pläne zu machen, das fehlt mir auch sehr. Aber die anderen blieben übrig. Das stelle ich mir schlimmer vor. Ich würde das zu gern allen ersparen, allein die Angst, dass es dazu kommen könnte. Angehörige bekommen da auch wenig Unterstützung.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
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Hallo , ich bin neu hier , und auch wenn dieses Posting schon etwas älter ist , trifft es mich ziemlich . Mit der Krankheit meines Mannes (habe bei den "Neuzugängen" etwas berichtet ) komme ich ganz gut zurecht ! MIT DER KRANKHEIT , ja....aber mit dem seelischen Absturz von ihm habe ich immer mehr Probleme , weil es in Depressionen von der schlimmen Art umgeschlagen ist. Ich bekomme ihn da nicht mehr raus und er hat versprochen professionelle seelische Unterstützung anzunehmen .
Ja, wie hier gesagt , wird für Angehörige von Erwachsenen Herzkranken nicht viel angeboten .
Ich habe versucht in unseren Umkreis von 75km was zu finden , ohne Erfolg leider .
Ich komme an meine Grenzen , fühle mich leer und weiss , das ich jetzt versuchen muss was zu ändern , denn auch wenn ich gesagt habe , gegen seine Herzkrankheit können wir zusammen kämpfen , merke ich das wir seine psychische Belastung nicht alleine tragen können .
Sind hier noch mehr Angehörige , die gerne in den Austausch gehen würden ?
l.G
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Oftmals erlauben aber die entsprechenden Selbsthilfegruppen explizit die Teilnahme an den Treffen auch für Angehörige. Das ist erwünscht und hilft allen.
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Hey!
Ich habe einen angeborenen Herklappenfehler. Musste dann mit 13 Jahren nochmal operiert werden. Davor ging es mir seelisch ziemlich gut. Als ich dann aber in meine Klasse zurück kam, ging es stetig bergab. Ein paar Lehrer reagierten zu überfürsorglich, was in Mobbing der Schüler ausartete. Ein Beispiel, dass viele nicht wissen, wie man mit solchen Krankheiten umgehen soll. Ich habe nie wirklich in meine Klasse zurückgefunden, auch wenn ich nicht mehr gemobbt werde, so werde ich immer noch schief angeguckt, wenn ich erklären muss, dass ich eine Fahrradtour aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen kann. Eine Entschuldigung habe ich nie bekommen, weil es ja hieß, ich hätte bei den Lehrern auf die Tränendrüse gedrückt...
Um mich nicht wieder in solche Situationen zu bringen, erzähle ich neuen Bekanntschaften nichts von meiner Krankheit. Und wenn daraus Freundschaft wird, erfahren sie nur, dass ich eine Herzkrankheit habe. Mehr interessiert die meisten auch gar nicht. Da ich in den letzten Jahren viele neue Leute kennengelernt habe, konnte ich auch feststellen, dass viele (es gibt aber auch einige wenige Leute, die dass nicht weiter "stört") mich wie ein rohes Ei behandeln, sobald die Krankheit ans Licht kommt... Der Zustand hält zum Glück nicht allzu lange an,aber es ist, wie schon beschrieben wurde, einengend.
Eine chronische Krankheit, egal welche, beeinflusst alle, die davon wissen. Wen sie belastet, hängt ganz von der Einstellung der jeweiligen Person gegenüber Kranken ab.
Einen schönen Abend noch!
PS: Da hier auch das Sterben angesprochen wurde: Hatte selbst schon zwei Nahtoderfahrungen, wollte das hier aber nicht mit aufgreifen, da der Tod natürlich die Angehörigen stark belastet und es deprimierend ist, darüber zu reden. Pläne mache ich aber auch eher ungern, nicht wegen meiner Krankheit, sondern weil Spontanität viel interessanter ist
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Hallo ihr
Dadurch das ich schon mit "meiner Krankheit" auf die weld gekommen bin , kenne ich es nict anders
Was bedeutet Gesund zu sein ? Manschmal wünschte ich mir, ein Tag, ja nur ein Tag in meinen Leben keine Krankheiten zu haben
doch im Nächsten moment denke ich ach ich kann glücklich sein so wie ich bin! denn wenn ich nur ein tag gesund wäre ,würde ich es dann sicher später vermissen und somit auch trauriger sein!
Natürlich belastet mich meine Krankheiten
. Kein Sport machen können
. andauernd Luftnot
. andauernd schmerzen
. medikamente
. andauernd gemobbt und gemieden werden
Naja aber trotzdem versuche ich so gut zu leben wie ich kann!
KOPF HOCH UND LACHEN sag ich immer
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Hallo Anna,
genau so ist es! Das würde dir mit Sicherheit nicht gut tun. Wäre ja wie bei einem von Geburt an blinden Menschen, dem man ein Tag sein Augenlicht gibt.
Wenn man aber lange Zeit im Paradies gelebt und von Heut auf Morgen in die Hölle geschubst wird, ist das wieder eine andere Ausgangssituation.
Ich war vor kurzem mal wieder bei den Nachbarn meiner Eltern bis morgens um fünf. Beide haben unter anderem auch Herzinsuffizienz und die selben Probleme. Nur mit anderen Betroffenen kann man wirklich offen reden und lachen und es wird nicht falsch interpretiert. Mit gesunden Menschen mag man garnicht über Krankheiten sprechen, wo soll das auch hinführen...jedenfalls tat mir das wieder mal richtig gut. 
Doch gerade auf dem Land ist es mit realen Selbsthilfegruppen oft sehr schwierig...zumal das auch nicht jedem liegt.
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Es ist tatsächlich ein Phänomen...Wer sich als Dauerhaft Krank outet...wird von Freunden und Bekannten sozial ausgestoßen....habe das auch indirekt mitbekommen......
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@richter
Da muss ich Dir widersprechen. So allgemein kann man das nicht sagen. Das klingt sehr verbittert.
Ich habe sehr enge Freundinnen, die gehen da mit mir durch. Seit 8 Jahren. Das ist ein großes Glück. Mein Freund kennt mich nicht anders und er hält immer zu mir.
Ich glaube, man muss immer gucken, dass trotz aller Einschränkungen genug Gemeinsamkeiten bleiben. Sonst muss man sie halt erfinden. Das ist ja auch so ein bissl unserer Job. Und ich versuche es manchmal nachsichtig zu sehen, denn woher sollen denn immer alle wissen, was man sagen darf und was nicht, was man tun darf und was nicht....zu wenig Rücksicht ist sch.... Und von zu viel Rücksicht fühlen wir uns eingesperrt und gegängelt. Dazu die Ängste, die andere haben. Mal jetzt mit Augenzwinkern: Wir sind aber auch schwierig
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
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