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Moin,
ich denke, dass es auch eine Menge damit zu tun hat, wie man selber mit der Krankheit umgeht. Wenn man die Krankheit auf dem silbernen Tablett vor sich herträgt und allen gleich zur Begrüßung aufs Brot schmiert, was für eine arme S-a-u man doch ist, muss man sich nicht wundern, wenn man nicht sonderlich beliebt ist.
OK, mit meinem angeborenen Herzfehler war ich in der Schule nie so wirklich im Mittelpunkt der Klasse (konnte ja kein Fußball spielen), aber völliger Außenseiter war ich nie. In der Oberstufe hat sich dann auch einiges entspannt und seit ich angefangen hatte, zu studieren, habe ich überhaupt keine Probleme mehr, Anschluss zu bekommen.
Nachtrag: Gute Güte, jetzt ist schon die Bezeichnung für ein weibliches Schwein zensiert. Quo vadis?
Grüße, Wolle
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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.
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Da kann ich Dir nur zustimmen, Wolle 8)
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
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Hallo, Ihr Lieben. Ich bin neu hier. Und auch völlig neu mit meiner/ meinen Diagnose/n.
Ich habe gerade erst vor drei Tagen erfahren, was denn da überhaupt los ist, was mich seit Monaten so einschränkt.
Festgestellt wurde jetzt ein Vorhofsseptumdefekt, ein Herzklappenfehler und eine Cor pulmonale. Bis auf die Cor pulmonale alles angeboren und bedinngt durch eben diese Herzfehler entdeckt durch eine Lungenembolie. Ich bin 25 Jahre alt und gerade dabei das zu tun, was ich mir für mein Leben so vorgestellt habe.
Es ist natürlich alles noch recht frisch. Ich fange erst an das große Ganze zu sehen, bzw. kann es eigl. gar nicht, da die Behandlung noch nicht ganz klar ist.
Was mir jetzt schon unheimlich auf die Psyche schlägt, ist das Wohl meiner Mitmenschen. Ich habe bisher nur meine Eltern und Beste Frendin eingeweiht und merke da schon, wie sehr sie das belastet. Am ersten Tag mehr als mich selbst. Inzwischen Rücke ich mit meinen Emotionen nach und habe absolut keine Ahnung wie ich mich verhalten soll. Es gibt soviel was ich jetzt gern Stück für Stück von der Seele reden würde. (Angst, Wut usw.), aber da steht mir meine Fürsorge im Weg. Ich habe gesehen, was das alles bei meinen Eltern ausgelöst hat - irgendwie auch verständlich. Meine Freundin meindet das Thema komplett. Ich hätte Optionen an andere Freunde herran zu treten, aber nach der Erfahrung stehe ich im Zwiespalt dazwischen das Ganze mit mir selbst auszumachen oder mir Hilfe einzuforden/ sie anzunehmen.
Denn meine Kämpfernatur kommt jetzt durch. Leider hat die sich immer an alleinigen Aktivitäten genärt, die jetzt kaum noch möglich sind. Ich hab immer gern Sport gemacht, vorallem draußen. Jetzt sind seid Monaten selbst Kinobesuche schwierig oder ein Gang in ein Billiardkaffee. Die Belastung auf andere angewiesen zu sein ist also schon seid einigen Wochen so und noch ist kein Ende in Sicht.
Ich hoffe ich bin hier jetzt nicht "Thread-Gegrätscht". Ich hoffe "Alte Hasen" haben da einen Rat für mich.
LG
PS: Toll, dass es hier einen Thread gibt, der sich auch mit sowas beschäftigt, war schwer zu finden =)
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Hallo Evelina,
das was du erzählt hast, kann ich gut verstehen.
Als ich meine Diagnose (DCM ) bekommen habe, konnte ich relativ schnell damit umgehen (nach außen).
Nachts kommt manchmal angst und Traurigkeit, aber damit komme ich momentan noch klar.
Ich mache mir bis heute mehr sorgen um meine Lieben, als um mich.
Natürlich kann ich nicht nachvollziehen wie es ist krank zu sein, bevor man richtig gelebt hat.
Ich bin 48 Jahre und habe ein schönes Leben. ......bisher........hinter mir.
Die besten Wünsche für dich!
Liebe Grüße,
Helge