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Panikattacken nach Fehldiagnose
#1
Ich bin Neu und doch nicht ganz neu - seit Mai hier angemeldet und paar mal im Chat gewesen.

Jetzt will ich mal berichten.

Ich leide an Angst- und Panik und leichten Depris seit 18 Jahren. Seit 2 Jahren beschwerdefrei - freu.

Vor 4 Jahren wurde bei mir Vorhofflimmern festgestellt - permament. Damit lebte ich auch gut.

Ende april war ich bei einem Sch..... Internisten, der meine Diagnose auf ein A5 Blatt schmierte und mir dann mit nach Hause gab. DCM, Herzauswurfleistung weniger 35 %,

Ich war nur noch am heulen und hier im Forum am jammern.

Hier fiel das 1. mal das Wort Fehldiagnose, immerhin macht mir früh der Berg vorm Haus, den ich hoch muss keine Probleme, ich schlepp volle einfkaufstaschen bis in den 3. Stock usw.

Meine Hausärztin hat eine 2. Meinung einholen lassen, weil sie der Schlamperei des Arztes nicht traute. Den hatte ich mir dummerweise selbst ausgesucht und war auch nicht stutzig geworden, weil ich sofort einen Termin bekam.

Der 2. Arzt war richtig nett und kompetent und hat mir alles genaus erklärt. Keine DCM - nur eine leichte Herzauswurfschwäche- Auswurfleistung 58 %.

Und jetzt kommt meine Idiotie ins Spiel: mir geht es seitdem immer schlechter - meine Angsterkrankung hat wieder voll zugeschlagen, ich schaff es nicht mal mehr allein auf die Straße zu gehen, schon rattert es los, die Angst davor krank zu sein und umzufallen - mein Herz rast und mir wird so was von schwindlig.

Das kann doch wohl nicht wahr sein, ich weiss doch dass es mir n i c h t schlecht geht, wieso spukt mir die 1. Fehldiagnose dermassen im Kopf rum, dass sie mir mein Leben kaputt macht.

Ich bin in wieder beim Neurologen, Psychologen und musste eine Reha psychosomatisch beantragen, damit ich wieder arbeitsfähig werden.

Ach ja - durch meine Krankschreibung habe ich auch noch den Arbeitsplatz verloren.

Allle sagen, du weisst doch dass du nicht so krank bist - reiss dich zusammen - warum verdammt funktioniert das nicht.
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#2
Liebe Kerstin,
es tut mir leid, dass es Dir deswegen so schlecht geht.
Ich muss Dir allerdings sagen, wenn mir mein Arzt morgen sagen würde, das war alles nur eine Fehldiagnose, dann würde ich vor lauter Glück nur juchzend, hüpfend und singend durch die Welt laufen und mich sowas von freuen !!!!!
Hey......freu Dich !! Dein Herz ist mit EF 58 doch völlig ok. Meine gesunde Herzhälfte hat ne EF von 56....und alle Ärzte sagen, dass sei völlig in Ordnung.
Gräm Dich nicht und mach Dich nicht verrückt....DEIN Herz ist gesund !!!!!
Viel eher solltest Du jetzt an Deine Psyche denken und Dir hier event. profesionelle Hilfe holen. Lass die Finger von Psychopharmaka...es gibt auch pflanzliche Mittel, die Dir helfen !!
Alles Gute....ich freu mich mit Dir !!!! [Bild: smilie_love_047.gif]

Beste Grüße, Illy Wink
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#3
Hallo Illy,

ich hab mir auch schon professionelle Hilfe geholt - hatte heute den 3. Termin beim Psychologen, da ich auch denke, dass mir hier die Psyche einen Streich spielt.

Eben genau das habe ich mich gefragt, warum freue ich mich nicht ganz toll und entwickle so eine Störung.

Naja und noch mal ganz ehrlich und vorsichtig gefragt, weil dein Beitrag hat mir schon geholfen: meinst du echt, mein Herz ist gesund, wo ich doch das Vorhofflimmern habe??

Ganz liebe Grüße Smile

Kerstin
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#4
Kerstin, ich kann Dir nicht sagen, ob Dein Herz gesund ist - Du weisst, ich bin keine Medizinerin....deshalb möchte ich nicht irgendwelche Aussagen treffen. Wenn Du Dir unsicher bist, dann suche doch einen 2. Kardiologen auf. Erzähle ihm nichts von Deinen Voruntersuchungen. Der IST Zustand ist wichtig - nichts anderes.

Ich finde gut, dass Du zum Psychologen gehst. Pass aber auf. Bist Du zu lange in dessen "Fängen", dann kann der Dein ganzes Leben aus den Angeln heben. Zumindest ging es mir und vielen Bekannten so. Wenn Du merkst, dass es Dir besser geht, versuche die Termine für die nächste Sitzung hinauszuzögern. Mein Problem war, dass sich alles auch ins Private gezogen hat und beinahe Schlimmes nach sich gezogen hätte.

Konzentriere Dich einfach auf dieses eine Problem und lass nicht zu, dass man Dein Leben durcheinander bringt. Muss nicht sein...kann aber passieren. Es geht also nur um Dein Problem "Angst"....

Alles Gute...und bleibe fröhlich !!

Beste Grüße, Illy Wink
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#5
Leider zu spät.

Bin seit Jahren in den Fängen der Psychologie und Pharmaindustrie.

Sollte jetzt noch viel mehr Psychopharmaka nehmen. Die Schachteln liegen jetzt in der Ecke Wink
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#6
Hallo Kerstin,

ich kann Deine Angst sehr gut verstehen, ich bin seit drei Jahren Herzkrank. Es begann genau sechs Wochen nach der Geburt meiner Tochter. Bei mir wurde eine Herzmuskelschwäche festgestellt und ich hatte eine Herzfunktion von nur 15 %. Meine einziger Gedanke und jezt noch ist meine Tochter, ich habe auch Angst, das mir was zustöst und sie ist dann ohne Mama. Doch ich versuche diesen Gedanken immer zu verdrängen, wäre meine Tochter nicht gewesen, wäre ich jetzt nicht mehr hier. Ich kann Dir Deine Anst nachvollziehen, ich habe mir eine Hobby zugelegt, um zu verhindern damit ich keine Depressionen bekomme.

Lasse nicht den Kopf hängen, sei froh das es Deinem Herz ansonsten gut geht, und geniese Dein Leben, mache öfters Spaziergänge, und suche Dir eine Aufgabe, oder ein schönes Hobby, so als Zugpferd, ein Ziel. Weiter wünsche ich Dir ein gesundes, schönes neues Jahr.

Liebe Grüße Blauer Vogel Smile
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#7
Liebe Kerstin,

auch ich kann deine Ängste gut nachvollziehen. Nach der ersten Diagnose machte ich den Fehler, viel über diese Krankheit zu lesen. Da ich von Hause aus ein ängstlicher Mensch bin in solchen Dingen, fiel es mir sehr auf die Füße.
Ständig hatte ich Angst allein zu sein, habe geträumt es würde zu einem kammerflimmern kommen und keiner ist da, hatte Angst in jeglicher Alltagssituation. Daraus wurden Panikattacken und Klinikaufenthalte ohne Befund.

Die Angststörung flammt immer wieder auf, teilweise gab es Monate, wo ich das Grundstück nicht verlassen hatte....da die Angst auf viele Bereiche des Lebens übergriffen hatte.
Man nannte es dann generalisierte Angststörung.

Ich bin sie nach Jahren nicht los....immer wieder wird mir schwindelig,die Luft bleibt weg, schmerzen in der Brust, das Herz stolpert, es wird einem schlecht, man ist blass und verschwitzt aus lauter Angst die aus dem Nichts kommt.
Gegen die akuten Zustände habe ich Tavor, welches dir ja ein Begriff sein wird.

Doch wie "Blauer Vogel" schon sagt, kann Ablenkung ungemein helfen. Ich habe mir auch ein Hobby gesucht und es hilft ungemein.
Was bei mir auch hilft, es mag komsich klingen, aber einfach eine Comedysendung im TV ansehen und sich darauf einlassen und herzlich lachen...komsicher Weise hilft dies und die Luft ist wieder da.

Du bist ja schon in Behandlung wie du sagt...darf mann denn erfahren,was der Doc genau mit dir macht, zu was für einer Therapie hat er dir geraten ? Meinst du es bringt dir was ?

Alles Liebe
Alex
Linksventrikuläre Herzinsuffiziens seit 2008 8% Ef und seit 2020 48% EF - Defiträger

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