09-12-2010, 11:06 PM
Hallo alle zusammen! Kennt ihr mich noch?
Ich jedenfalls hab in letzter Zeit oft an euch und das Forum denken müssen. Nach dem ich eben mit Alex geskyped hatte dachte ich ich melde mich mal wieder.
Es ist jetzt ziemlich genau 2 Jahre her, das ich die ersten drastischen und deutlichen Anzeichen für meine "herzliche" Odysee gespürrt hatte. Ich war damals auf einem Polterabend von Freunden und bekam beim Zigaretten holen kaum noch Luft, war schlapp und extrem Müde. 3 Wochen später lag ich in Bad Oyenhausen und mir war schwindelig von Vorstellung ein neues Herz zu brauchen um wieder ein halbwegs normales leben zu führen.
Durch extrem glückliche Umstände und einer kleinen aber äusserst schlagfertigen Truppe Schutzengel ging es mir im Januar 2009 schon wieder sehr viel besser. Nach einer ambulanten Reha im Mai konnte ich meinen alltag schon wieder wacker bestreiten und merkte wenn überhaupt nur noch auf langen Treppen das ich ein schwaches Herz hatte.
Die Ärzte sagten mir darauf ich dürfe wieder regelmäßig Sport machen - lediglich einen Marathon oder gar einen Triathlon sollte ich vermeiden...
Nach anfänglichem Zögern und ordentlichen balkereien mit dem Schweinehund ging es also los mit Nordic Walking und Wandern und inzwischen Schwimme ich 3 mal wöchentlich. Die Belastung habe ich moderat in kleinen Schritten immer weiter gesteigert. Mittlerweile habe ich das Gefühl "Fit zusein" an manchen Tagen sogar Fitter als früher.
Was bleibt ist neben einem vergrößerten linken Ventrikel (ca. 1cm zu groß), ner "abgeknickten Herzspitze" und einer leichten diastolischen Pumpschwäche, ist auf der einen Seite sicherlicher ein häufiges in sich hinein hören, gelegentlich kommt man ins grübeln ob das ganze wieder kommen kann und man fragt sich schon dann und wann wie alt man mit sowas werden kann. Auf der anderen Seite bleibt mir dieses debile Grinsen und in sich hinein Schmunzeln in manchen Momenten. "Man hat es überlebt" oder wie auch immer...
Ich weiß das ich viel Glück habe, und dass das bei dieser Thematik leider viel zu selten vorkommt. Mit diesen Zeilen möchte ich jedoch Mut machen, Mut nicht die Hoffnung zu verlieren, Mut nach vorne zu schauen und am aller wichtigsten jedem einzelnen Tag soviel Leben und Lachen abzuringen wie es geht.
Ich wünsche euch alles nur erdenklich Gute!
Viele Grüße, René
Ich jedenfalls hab in letzter Zeit oft an euch und das Forum denken müssen. Nach dem ich eben mit Alex geskyped hatte dachte ich ich melde mich mal wieder.
Es ist jetzt ziemlich genau 2 Jahre her, das ich die ersten drastischen und deutlichen Anzeichen für meine "herzliche" Odysee gespürrt hatte. Ich war damals auf einem Polterabend von Freunden und bekam beim Zigaretten holen kaum noch Luft, war schlapp und extrem Müde. 3 Wochen später lag ich in Bad Oyenhausen und mir war schwindelig von Vorstellung ein neues Herz zu brauchen um wieder ein halbwegs normales leben zu führen.
Durch extrem glückliche Umstände und einer kleinen aber äusserst schlagfertigen Truppe Schutzengel ging es mir im Januar 2009 schon wieder sehr viel besser. Nach einer ambulanten Reha im Mai konnte ich meinen alltag schon wieder wacker bestreiten und merkte wenn überhaupt nur noch auf langen Treppen das ich ein schwaches Herz hatte.
Die Ärzte sagten mir darauf ich dürfe wieder regelmäßig Sport machen - lediglich einen Marathon oder gar einen Triathlon sollte ich vermeiden...
Nach anfänglichem Zögern und ordentlichen balkereien mit dem Schweinehund ging es also los mit Nordic Walking und Wandern und inzwischen Schwimme ich 3 mal wöchentlich. Die Belastung habe ich moderat in kleinen Schritten immer weiter gesteigert. Mittlerweile habe ich das Gefühl "Fit zusein" an manchen Tagen sogar Fitter als früher.
Was bleibt ist neben einem vergrößerten linken Ventrikel (ca. 1cm zu groß), ner "abgeknickten Herzspitze" und einer leichten diastolischen Pumpschwäche, ist auf der einen Seite sicherlicher ein häufiges in sich hinein hören, gelegentlich kommt man ins grübeln ob das ganze wieder kommen kann und man fragt sich schon dann und wann wie alt man mit sowas werden kann. Auf der anderen Seite bleibt mir dieses debile Grinsen und in sich hinein Schmunzeln in manchen Momenten. "Man hat es überlebt" oder wie auch immer...
Ich weiß das ich viel Glück habe, und dass das bei dieser Thematik leider viel zu selten vorkommt. Mit diesen Zeilen möchte ich jedoch Mut machen, Mut nicht die Hoffnung zu verlieren, Mut nach vorne zu schauen und am aller wichtigsten jedem einzelnen Tag soviel Leben und Lachen abzuringen wie es geht.
Ich wünsche euch alles nur erdenklich Gute!
Viele Grüße, René
Ding Dong...


