Ob man Kekse mag oder nicht, dieser Hinweis muss sein.
Wir verwenden auf dieser Webseite Cookies. Diese verarbeiten auch personenbezogene Daten. Zum Einsatz kommen auf unserer Seite: Technisch notwendige Cookies, Statistik-Cookies sowie Cookies von Drittanbietern. Indem Sie auf „Cookie-Einstellungen“ in der Fußzeile klicken, erhalten Sie genauere Informationen zu unseren Cookies. Durch einen Klick auf das Auswahlfeld „Alle akzeptieren“ stimmen Sie der Verwendung aller Cookies zu, die unter „Cookie-Einstellungen“ beschrieben werden.

Ein Cookie wird in Ihrem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass Ihnen diese Frage erneut gestellt wird. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Informationen für Angehörige
#7
Ich fange mal mit dem DEFI an.
Das ist psychologisch bedingt.
Ich war bis zum Dezember der Meinung dass ich ein besonders starkes Herz habe und ich habe mich auch nie geschont.
Dann war alles auf einmal ganz anders und ich kann im Moment keinen DEFI gebrauchen. Ich würde mir und meinem Körper nicht mehr vertrauen können.
Ich suche gerade nach einer guten psycho Behandlung. Vielleicht will ich danach einen. Nur im Moment aber noch nicht.

Für die Herzfrequenz ist es vielleicht gut wenn man die Vorgeschichte kennt.
Wie gesagt war ich immer gesund und belastbar.

Eines Abends habe ich meine Post geöffnet und eine sehr schlechte Nachricht erhalten.
Darauf hin begann mein Herz sehr schnell zu schlagen.
Ich fühlte mich eigentlich normal, habe aber bemerkt das es reichlich schnell klopfte.
Wie nach einem Sprint am Limit.

Also habe ich mich aufs Fahrrad gesetzt und bin ein paar Kilometer gefahren. So schnell das ich im Dezember trotz der Kälte ins Schwitzen kam.
Wieder Zuhause angekommen dachte ich es sei alles wieder gut. Jedoch zeigte eine Messung dass der Ruhepuls immer noch bei 130 war.

Also bin ich zum Krankenhaus gefahren, mit dem Fahrrad, wo es einen Hausärztlichen Notdienst gibt.
Der hat natürlich erst mal nach der Plastikkarte gefragt und den Papierkram erledigt bevor er sich um mich und meine Beschwerden gekümmert hat.
Er hat aber nur meinen Puls gemessen und mich dann sofort in das Krankenhaus eingewiesen.

Dort hat man mich in ein Bett gelegt, an ein EKG angeschlossen und mir einen Tropf mit einem Betablocker angehängt.
Der Puls und auch der Blutdruck gingen dann innerhalb von 10 bis 15 Minuten wieder zurück auf normale Werte.
Während des hohen Pulses habe ich geschwitzt wie ein Schwein. Sonst ging es mir gut.

Ich habe das EKG die ganze Zeit beobachten können.
Alles ganz Regelmäßig, nur eben sehr schnell.
Die Ärztin, die ich danach nie wieder gesehen habe, wollte mich auch wieder entlassen. Jedoch hat sie vorher wohl mit einem anderen Arzt (Vorgesetzter?) gesprochen und dieser meinte ich solle noch über Nacht dort bleiben.

Am anderen Tag wurde ein Ultraschall meines Herzens gemacht und während der Untersuchung ging der junge Arzt zum Telefon und es kamen noch 4 Ärzte die sich danach gemeinsam mein Herz angeschaut haben.
Resultat, Herzkatheder am nächsten Tag.

Ergebnis, 3 fast veschlossene Herkranzarterien und ein Loch in der Vorhofscheidewand.
Es waren in Wirklichkeit 2 Löcher, aber das wurde erst bei der OP festgestellt.

Ich bekam also ein paar Tage später 3 Bypässe und die beiden Löcher wurden verschlossen.

Der Transport zur Uniklinik (80km) erfolgte mit einem normalen Taxi.
In der Uniklinik wurde ich auch nur für die Eingangsuntersuchung an ein EKG gehängt.
Dann erst wieder nach der OP.
Nachdem ich Aufstehen und laufen durfte gab es auch kein EKG mehr.
Transport zum Heimatkrankenhaus wieder ohne EKG.
Im Heimatkrankenhaus auch keine EKG Überwachung.
Dort nach 2 Wochen die Entlassung und auf einmal sollte ich einen DEFI (LifeVest) tragen weil ich sonst sterben würde. (Original Aussage)

Um das nochmal zusammen zu fassen.
Vor der OP eine schlechte Blutversorgung des Herzens und 2 Löcher in der Vorhofscheidewand.
Dabei eine erhöhte Herzfrequenz, aber sehr gleichmäßig und sie geht unter Betablockern wieder zurück auf normal. Kein Elektrochock notwendig.

Nach der OP hat das Herz wieder eine normale Blutversorgung. Auf jeden Fall besser als vor der OP.
Die Löcher sind auch verschlossen.

Es gab keinerlei Herzrhytmusstörungen nach der OP.

Warum sollte ausgerechnet jetzt soetwas passieren?
Die Krankenkasse hat ein Gutachten geschickt welches die Notwendigkeit der Lifevest (DEFI) negiert.
Auch vor und nach der OP hielten alle meine Ärzte einen DEFI nicht für Notwendig.

Erst als ich in die REHA sollte wurde mir dieLifeVest verordnet.
Es gibt völlig Gesunde die plötzlich tot umfallen. Ich glaube das es einen erwischt wenn man an der Reihe ist.
Ich bin kein Anhänger der Vollkasko Kultur. Irgendwann ist halt es vorbei.
Seit ich vor 4 Jahren im Koma gelegen habe ist meine Einstellung zum Leben eine völlig andere geworden.
Ich bin nicht mehr so ängstlich. Im Gegenteil. Damals hatte ich mit dem Leben abgeschlossen und ich habe auch heute noch keinerlei Angst zu sterben.
Vielleich liegt es an einer Psycho Störung. Ich suche ja nach einer guten Therapie auf diesem Gebiet.

In den Arztberichten steht das ich Vorhofflattern hatte. Das sehe ich nach meinem heutigen Wissen andern.
Die Ärzte haben Angst das ich Vorhofflimmern oder ähnliches bekomme und dann den DEFI brauche damit es wieder normal läuft.
Das soll passieren wenn ich mein Herz überlaste.
Deshalb soll ich wohl nur 109/min als Trainingspuls machen.

Ich glaube aber nicht an die Arztberichte.
Ich war früher mal Raucher.
Weil ich mit einem gebrochenen Fußgelenk einmal in das gleiche Krankenhaus eingeliefert wurde und damals das Rauchen angegeben habe bin ich seit dieser Zeit Raucher.
Das steht so auch noch in meinen aktuellen Arztberichten, denn einer schreibt immer vom anderen ab und das obwohl ich seit vielen Jahren keine Zigarette mehr angerührt habe und das auch diesmal so angegeben habe.

Sämtliche Arztberichte, der OP Bericht und die REHA haben alle keine Rhythmusstörungen bei mir festgestellt.
Lediglich im ersten Aufnahmebericht steht:
"Vorhofflattern, -spontaner Umsprung in den Sinusrhythmus."

Alle weiteren Ärzte haben das von einander kopiert und das ist nun der Grund dafür dass man mir einen DEFI verkaufen will.
Ich habe den Verdacht dass es auch finanzielle Gründe dafür gibt, denn es ist natürlich lukrativ einen DEFI einzusetzen und immer wieder auszulesen oder zu wechseln.

Leider gibt es in meiner Heimatstadt nur einen niedergelassenen Kardiologen und die Kardiologen in der Klinik.
Dieser Kardiologe war sehr freundlich als ich nach der REHA das erste Mal bei ihm vorstellig wurde.
Von dem Moment an als ich ihm mitteilte dass ich keinen DEFI will, war es mit der Freundlichkeit vorbei.
Das stützt natürlich meine These.
Aber ich will nicht in solche Verschwörungstheorien abgleiten.

Grüße
Murphy
Zitieren


[-]
Schnellantwort
Nachricht
Geben Sie hier Ihre Antwort zum Beitrag ein.


Nachrichten in diesem Thema
Informationen für Angehörige - von MUrphySlaw - 04-25-2017, 09:55 AM
[Kein Betreff] - von Majo2803 - 04-26-2017, 07:30 AM
[Kein Betreff] - von NinaS - 04-26-2017, 08:51 AM
[Kein Betreff] - von MUrphySlaw - 04-26-2017, 11:21 AM
[Kein Betreff] - von Majo2803 - 04-26-2017, 11:30 AM
[Kein Betreff] - von Wolle - 04-26-2017, 01:49 PM
[Kein Betreff] - von MUrphySlaw - 04-26-2017, 02:33 PM
[Kein Betreff] - von Majo2803 - 04-26-2017, 02:49 PM

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste