12-22-2014, 01:30 PM
Hallo zusammen,
mein Name ist Dominik, werde im Januar 28 Jahre alt und geselle mich nun an dieser Stelle, wenn auch unfreiwillig, in eure Runde der schwachen Herzen ein.
Bei mir ist alles noch sehr "frisch" und nachdem ich hier nun seit Wochen mitlese und mir das auch sehr geholfen hat, dachte ich mir jetzt bin ich es euch auch mal schuldig mich hier vorzustellen .
Angefangen hat alles Ende November - beim Treppen steigen merkte ich plötzlich das ich schlechter Luft bekomme - im ersten Moment habe ich es abgetan aber es wurde über 2 Tage nicht besser. Als am 3. Tag dann auch noch heftiger Schwindel dazu kam wartete ich dann nicht länger und ging zum Hausarzt. Nach einem EKG rief dieser dann auch gleich den Krankenwagen und ab ging es ins Krankenhaus mit Verdacht auf akute Myokarditis.
EKG Sinus Tachykardie, Ultraschall hochgradig dilatierter LV, Blutbild mit Entzündungsmarkern, alles schien die Myokarditis zu bestätigen. MRT folgte prompt und ergab keine Anzeichen für eine Myokarditis. "Der Befund ist mit einer DCM vereinbar, EF 24%" - klatscht es einem da eiskalt ins Gesicht. KHK wurde per Koro ausgeschlossen meine Gefäße seien jungfräulich perfekt. Idiopathische DCM - Prognose eher schlecht.
Tabletten eingestellt, Defi Weste bekommen und nach 9 Tagen nach Hause.
Ja.... und dann sitzt man da. 2 Jahre alten Sohn, 2. Kind und Hauskauf geplant -.und fragt sich "Ernsthaft? In welchem Film bin ich denn hier - warum ich und warum so jung? Wie geht es jetzt weirer? Werde ich meinen Sohn aufwachsen sehen und mit meiner Frau alt werden können?" aber die Frage kann einem niemand beantworten. Einige Heulattacken später bin ich zwar noch nicht schlauer aber wenigstens mental etwas stabiler, nicht zuletzt durch dieses Forum hier. Durch das mitlesen und Teil haben an euren Geschichten. Danke dafür. Meine Frau und meine Eltern tun das Übrige, wirklich allerliebst wie sie sich um mich kümmern auch wenn ich glaube sie wollen die Schwere meiner Erkrankung noch nicht so wirklich wahr haben - kann ich ihnen auch nicht verübeln .
Ich fühlte mich allerdings nicht so schlapp. Fühlte mich gut eingestellt mit den Tabletten. Nach 3 Wochen bin ich nun wieder stationär weil ich mich ganz plötzlich von heute auf morgen sehr schwach fühlte - akutes Nierenversagen - vertrage wohl dir Inspra nicht - soll aber wieder weg gehen. Naja wenigstens etwas.
Jetzt hoffe ich das ich morgen entlassen werde und Weihnachten mit meiner Familie verbringen kann. Die Ärzte sind da optimistisch.
Gruß und ein schönes Fest
Dominik
mein Name ist Dominik, werde im Januar 28 Jahre alt und geselle mich nun an dieser Stelle, wenn auch unfreiwillig, in eure Runde der schwachen Herzen ein.
Bei mir ist alles noch sehr "frisch" und nachdem ich hier nun seit Wochen mitlese und mir das auch sehr geholfen hat, dachte ich mir jetzt bin ich es euch auch mal schuldig mich hier vorzustellen .
Angefangen hat alles Ende November - beim Treppen steigen merkte ich plötzlich das ich schlechter Luft bekomme - im ersten Moment habe ich es abgetan aber es wurde über 2 Tage nicht besser. Als am 3. Tag dann auch noch heftiger Schwindel dazu kam wartete ich dann nicht länger und ging zum Hausarzt. Nach einem EKG rief dieser dann auch gleich den Krankenwagen und ab ging es ins Krankenhaus mit Verdacht auf akute Myokarditis.
EKG Sinus Tachykardie, Ultraschall hochgradig dilatierter LV, Blutbild mit Entzündungsmarkern, alles schien die Myokarditis zu bestätigen. MRT folgte prompt und ergab keine Anzeichen für eine Myokarditis. "Der Befund ist mit einer DCM vereinbar, EF 24%" - klatscht es einem da eiskalt ins Gesicht. KHK wurde per Koro ausgeschlossen meine Gefäße seien jungfräulich perfekt. Idiopathische DCM - Prognose eher schlecht.
Tabletten eingestellt, Defi Weste bekommen und nach 9 Tagen nach Hause.
Ja.... und dann sitzt man da. 2 Jahre alten Sohn, 2. Kind und Hauskauf geplant -.und fragt sich "Ernsthaft? In welchem Film bin ich denn hier - warum ich und warum so jung? Wie geht es jetzt weirer? Werde ich meinen Sohn aufwachsen sehen und mit meiner Frau alt werden können?" aber die Frage kann einem niemand beantworten. Einige Heulattacken später bin ich zwar noch nicht schlauer aber wenigstens mental etwas stabiler, nicht zuletzt durch dieses Forum hier. Durch das mitlesen und Teil haben an euren Geschichten. Danke dafür. Meine Frau und meine Eltern tun das Übrige, wirklich allerliebst wie sie sich um mich kümmern auch wenn ich glaube sie wollen die Schwere meiner Erkrankung noch nicht so wirklich wahr haben - kann ich ihnen auch nicht verübeln .
Ich fühlte mich allerdings nicht so schlapp. Fühlte mich gut eingestellt mit den Tabletten. Nach 3 Wochen bin ich nun wieder stationär weil ich mich ganz plötzlich von heute auf morgen sehr schwach fühlte - akutes Nierenversagen - vertrage wohl dir Inspra nicht - soll aber wieder weg gehen. Naja wenigstens etwas.
Jetzt hoffe ich das ich morgen entlassen werde und Weihnachten mit meiner Familie verbringen kann. Die Ärzte sind da optimistisch.
Gruß und ein schönes Fest
Dominik


