10-22-2013, 09:33 AM
Good morning Germany (and Austria ;-)),
@ Carmen: Ein fettes Bussi zurück
Wenn ich ehrlich sein soll: Seitdem es mir wieder besser geht und wieder ein halbwegs aktives Leben habe, genieße ich meine Krankheit tatsächlich. Ich war noch nie so frei wie jetzt: Ich bin alt genug um Auto zu fahren (was bei uns, am A**** der Welt echt wichtig ist ;-)), hab' genug Kohle um mir etwas zu leisten, hab enorm viel freie Zeit (weil ich noch nicht arbeiten bin), weiß aber, dass ich wieder arbeiten darf, kann mir meinen Tage so gestalten, wie ich es will und kann. Bitte nicht falsch verstehen - ich will damit niemanden verletzen oder als "Schmarotzerin" dastehen. Natürlich wäre es mir lieber, ich wäre gesund - aber ich hab' im letzten halben Jahr enorm viel über mich und das Leben gelernt, was ich ohne die Krankheit wohl nie verstanden hätte.
P.S. "Knuffig" trifft nicht nur unsere Posts, sondern auch unsere Luxuskörper ... lol*
@ Wolle: Ehrlich gesagt finde ich shoppen blöde und äußerst nervig ... aber manchmal muss es eben sein
@ Knöpfchen: Ich bilde mir ein, dass es mit dem "Toilettensport" besser wird ... oder vielleicht habe ich mich auch schon daran gewöhnt. Bei mir sind nur die ersten drei Stunden nach der Einnahme schlimm. Für den Rest des Tages ist der Spuk schon wieder vorbei. Zum Glück!! Bin echt schon gespannt, wie das mit dem Arbeiten klappt ... zum Glück ist mein Büro direkt neben einer Toilette. Vielleicht sollte ich meinen Lapi' dort einquartieren um zumindest auf meine Arbeitszeit zu kommen ... lol* Da ich auch immer die besten Szenen meiner Lieblingsserien verpasst habe, haben wir jetzt einen neuen TV mit Timeshift (Pausentaste) ... yeah* Nee Blödsinn, unser alter Fernsehr hat den Geist aufgegeben - vermutlich wegen der totalen Überbeanspruchung zu Beginn der DCM. Nur deine Mietzen ... die tun mir echt leid ;-)
Die Beschreibung deines Gesundheitszustandes kommt mir dermaßen bekannt vor. Ich hatte beim Spazieren gehen auch immer Angst, dass etwas ist. Deshalb bin ich nie alleine unterwegs gewesen, sondern hab' mir immer jemanden eingeladen zum mitgehen. Einmal war es auch sehr gut, weil ich im Wald tatsächlich ohnmächtig geworden bin. Für mich war das gar nicht so schlimm, weil ich mich zuvor auf den Boden gesetzt habe (den Tip hab' ich mir von Melli abgeschaut) ... aber die Freundin die mit dabei war, hat mir geschworen, dass sie nie wieder mit mir spazieren geht ;-) Meine damalige Hausärztin hat das auch gar nicht so ernst genommen. Sie hat es sich so erklärt: Da ich durch die Blutverdünner-Tabs sehr stark meine Periode habe (Blutverlust), mein Herz schlecht schlug (es wird wenig Sauerstoff transportiert) und ich ein kleinen Hügel überwinden wollte (zu starke Anstrengung, Körper benötigt mehr Sauerstoff) hat es mich aus den Latschen gehauen. Von dem Zeitpunkt an, war ich natürlich noch ein größerer "Angsthase". Ich hatte sogar Angst vor dem Auto fahren, weil ich niemanden "mit in den Tod reißen" wollte, wenn mein Herzchen schlapp macht.
Inzwischen hat sich das alles wieder gelegt. Es bringt ja nichts, sich selbst so einzuschränken. Man muss etwas wagen, damit man es das nächste Mal besser weiß. Außerdem bist du ja noch in der "Akutphase" - also immer schön langsam, Brauner (um es in der Pferdesprache auszudrücken)!!! ... lol* Warte mal ab, wie sich das Ganze entwickelt und dann mach' dir Gedanken wegen einer Umschulung. Mir wurde auch sofort gesagt, dass ich "nie wieder arbeiten werde" .... muhaha* Was hab' ich mir für nen Kopf gemacht. Ich wollte das am Anfang nicht hören. "Abwarten" war mein absolutes Reizwort! Ich wollte wissen, wie es in meinem Leben weiter geht. Aber es ist wirklich so: Alles fügt sich, man muss es nur erwarten können. Ich bin dagegen in blinden Aktionismus verfallen und habe gleich mal all' meine Versicherungen gecheckt (vorallem Berufsunfähigkeit), hab' meine "Angelegenheiten" geregelt, hab' einen Schwerbehindertenausweis beantragt. Eigentlich war das alles viel zu früh ... aber ich hab' das irgendwie gebraucht. Hat mir das Gefühl gegeben, dass ich mein Schicksal noch selbst in der Hand habe. Bist du die einzige Tierarztassistentin in der Praxis?
Ich find' es prima, dass du Carmens Rat befolgst! Jetzt kann man vielleicht noch die Ursache deiner DCM rausfinden (Virus, Vererbung, etc.) Vielleicht ist es keine DCM, sondern ein Loch im Herzen, dass man wieder stopfen kann ;-) Die Untersuchungen kennst du ja alle schon und den Herzkatheder überstehst du auch. Ich hatte schon auch Angst davor - vor allem weil es meine erste "OP" war. Mach dich nicht verrückt deswegen (ich weiß, das sagt sich leicht). Am Tag davor darfst du ein "Brazilian-Waxing bzw. -Rasur" machen ;-) Am Tag der OP darfst du nichts essen und nichts trinken. Dann bekommst du zunächst eine kleine Beruhigungspille, dann die örtliche Narkose. Ich lag' auf dem OP-Tisch: Links die ganzen Monitore und rechts der Arzt mit Team. Ich habe den Leuten dann erstmal erzählt, dass ich bei "Grey's Anatomy" gelernt habe, dass man Terroristen und Ärzten viel von sich erzählen soll, damit sie einen nicht umbringen ... das hat für herzhaftes Gelächter gesorgt ... ABER: Sie haben mich am Leben gelassen 8) Die Untersuchung an sich ist nicht schmerzhaft. Allerdings wird während des Katheders dein Herz zum "stolpern" gebracht. Das war bei mir unangenehm, weil es mir dabei für zwei Minuten richtig, richtig übel wurde. Außerdem wurde bei mir gleich eine Herzbiopsie mitgemacht. Dabei werden kleine Stückchen (Gewebeproben) aus deinem Herzen rausgeknipst und anschließend zwei Wochen "mariniert" (damit kann man Viren nachweisen, die evtl. die DCM auslösen könne). Um diese Stückchen zu gewinnen muss der Arzt ein paar mal den Draht aus deinem Körper ziehen und wieder einführen, dass war auch unangenehm aber nicht schmerzhaft. Im Gegenteil: Ich fand den Herzkatheder echt interessant. Ich konnte auf den Monitoren zugucken, was die an meinem Herzen machen ... richtig "Freak-Show-mäßig" 8o Nach der OP kriegt man für ca. 6 Stunden einen kleinen Sandsack auf die Wunde und man darf nicht aufstehen (auch nicht um die Toilette zu besuchen). Am nächsten Tag wurde ich schon entlassen. Ich hoffe, ich habe dir jetzt nicht noch mehr Angst gemacht - wollte dir eigentlich die Angst nehmen :wacko:
Wow, wow, wow ... 25 Kilo in 1 1/2 Monate?!?!? Das ist ja der Wahnsinn. Darum würde ich dich auch beneiden. Ich find's spitze, dass du dich so gut hälst und die Situation nutzt. Vor allem, weil ich von jedem Arzt zu hören bekommen, dass ich zu dick bin (was stimmt und was ich weiß). Anfangs hat mich das sehr motiviert, weil ich es nicht mehr gesagt kriegen wollte. Noch schlimmer fand ich es, dass in jedem Arztbrief oder Befund das Wort "adipös" auftauchte ;( Aber wie heißt es so schön: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Das ist übrigens das einzige, was ich in meinem Leben bereue: 32 Kilo zugenommen zu haben! Bevor ich meinen Freund kennen gelernt habe, hatte ich noch 68 (wundervolle) Kilo. Hätte ich schon mal früher die Reißleine gezogen, müsste ich jetzt nicht wieder soooooo viele Kilo abspecken ... grummel* Also: Mach' weiter so - für uns beide
Liebe Grüße und einen schönen Montag Euch allen
@ Carmen: Ein fettes Bussi zurück
Wenn ich ehrlich sein soll: Seitdem es mir wieder besser geht und wieder ein halbwegs aktives Leben habe, genieße ich meine Krankheit tatsächlich. Ich war noch nie so frei wie jetzt: Ich bin alt genug um Auto zu fahren (was bei uns, am A**** der Welt echt wichtig ist ;-)), hab' genug Kohle um mir etwas zu leisten, hab enorm viel freie Zeit (weil ich noch nicht arbeiten bin), weiß aber, dass ich wieder arbeiten darf, kann mir meinen Tage so gestalten, wie ich es will und kann. Bitte nicht falsch verstehen - ich will damit niemanden verletzen oder als "Schmarotzerin" dastehen. Natürlich wäre es mir lieber, ich wäre gesund - aber ich hab' im letzten halben Jahr enorm viel über mich und das Leben gelernt, was ich ohne die Krankheit wohl nie verstanden hätte.
P.S. "Knuffig" trifft nicht nur unsere Posts, sondern auch unsere Luxuskörper ... lol*
@ Wolle: Ehrlich gesagt finde ich shoppen blöde und äußerst nervig ... aber manchmal muss es eben sein
@ Knöpfchen: Ich bilde mir ein, dass es mit dem "Toilettensport" besser wird ... oder vielleicht habe ich mich auch schon daran gewöhnt. Bei mir sind nur die ersten drei Stunden nach der Einnahme schlimm. Für den Rest des Tages ist der Spuk schon wieder vorbei. Zum Glück!! Bin echt schon gespannt, wie das mit dem Arbeiten klappt ... zum Glück ist mein Büro direkt neben einer Toilette. Vielleicht sollte ich meinen Lapi' dort einquartieren um zumindest auf meine Arbeitszeit zu kommen ... lol* Da ich auch immer die besten Szenen meiner Lieblingsserien verpasst habe, haben wir jetzt einen neuen TV mit Timeshift (Pausentaste) ... yeah* Nee Blödsinn, unser alter Fernsehr hat den Geist aufgegeben - vermutlich wegen der totalen Überbeanspruchung zu Beginn der DCM. Nur deine Mietzen ... die tun mir echt leid ;-)
Die Beschreibung deines Gesundheitszustandes kommt mir dermaßen bekannt vor. Ich hatte beim Spazieren gehen auch immer Angst, dass etwas ist. Deshalb bin ich nie alleine unterwegs gewesen, sondern hab' mir immer jemanden eingeladen zum mitgehen. Einmal war es auch sehr gut, weil ich im Wald tatsächlich ohnmächtig geworden bin. Für mich war das gar nicht so schlimm, weil ich mich zuvor auf den Boden gesetzt habe (den Tip hab' ich mir von Melli abgeschaut) ... aber die Freundin die mit dabei war, hat mir geschworen, dass sie nie wieder mit mir spazieren geht ;-) Meine damalige Hausärztin hat das auch gar nicht so ernst genommen. Sie hat es sich so erklärt: Da ich durch die Blutverdünner-Tabs sehr stark meine Periode habe (Blutverlust), mein Herz schlecht schlug (es wird wenig Sauerstoff transportiert) und ich ein kleinen Hügel überwinden wollte (zu starke Anstrengung, Körper benötigt mehr Sauerstoff) hat es mich aus den Latschen gehauen. Von dem Zeitpunkt an, war ich natürlich noch ein größerer "Angsthase". Ich hatte sogar Angst vor dem Auto fahren, weil ich niemanden "mit in den Tod reißen" wollte, wenn mein Herzchen schlapp macht.
Inzwischen hat sich das alles wieder gelegt. Es bringt ja nichts, sich selbst so einzuschränken. Man muss etwas wagen, damit man es das nächste Mal besser weiß. Außerdem bist du ja noch in der "Akutphase" - also immer schön langsam, Brauner (um es in der Pferdesprache auszudrücken)!!! ... lol* Warte mal ab, wie sich das Ganze entwickelt und dann mach' dir Gedanken wegen einer Umschulung. Mir wurde auch sofort gesagt, dass ich "nie wieder arbeiten werde" .... muhaha* Was hab' ich mir für nen Kopf gemacht. Ich wollte das am Anfang nicht hören. "Abwarten" war mein absolutes Reizwort! Ich wollte wissen, wie es in meinem Leben weiter geht. Aber es ist wirklich so: Alles fügt sich, man muss es nur erwarten können. Ich bin dagegen in blinden Aktionismus verfallen und habe gleich mal all' meine Versicherungen gecheckt (vorallem Berufsunfähigkeit), hab' meine "Angelegenheiten" geregelt, hab' einen Schwerbehindertenausweis beantragt. Eigentlich war das alles viel zu früh ... aber ich hab' das irgendwie gebraucht. Hat mir das Gefühl gegeben, dass ich mein Schicksal noch selbst in der Hand habe. Bist du die einzige Tierarztassistentin in der Praxis?
Ich find' es prima, dass du Carmens Rat befolgst! Jetzt kann man vielleicht noch die Ursache deiner DCM rausfinden (Virus, Vererbung, etc.) Vielleicht ist es keine DCM, sondern ein Loch im Herzen, dass man wieder stopfen kann ;-) Die Untersuchungen kennst du ja alle schon und den Herzkatheder überstehst du auch. Ich hatte schon auch Angst davor - vor allem weil es meine erste "OP" war. Mach dich nicht verrückt deswegen (ich weiß, das sagt sich leicht). Am Tag davor darfst du ein "Brazilian-Waxing bzw. -Rasur" machen ;-) Am Tag der OP darfst du nichts essen und nichts trinken. Dann bekommst du zunächst eine kleine Beruhigungspille, dann die örtliche Narkose. Ich lag' auf dem OP-Tisch: Links die ganzen Monitore und rechts der Arzt mit Team. Ich habe den Leuten dann erstmal erzählt, dass ich bei "Grey's Anatomy" gelernt habe, dass man Terroristen und Ärzten viel von sich erzählen soll, damit sie einen nicht umbringen ... das hat für herzhaftes Gelächter gesorgt ... ABER: Sie haben mich am Leben gelassen 8) Die Untersuchung an sich ist nicht schmerzhaft. Allerdings wird während des Katheders dein Herz zum "stolpern" gebracht. Das war bei mir unangenehm, weil es mir dabei für zwei Minuten richtig, richtig übel wurde. Außerdem wurde bei mir gleich eine Herzbiopsie mitgemacht. Dabei werden kleine Stückchen (Gewebeproben) aus deinem Herzen rausgeknipst und anschließend zwei Wochen "mariniert" (damit kann man Viren nachweisen, die evtl. die DCM auslösen könne). Um diese Stückchen zu gewinnen muss der Arzt ein paar mal den Draht aus deinem Körper ziehen und wieder einführen, dass war auch unangenehm aber nicht schmerzhaft. Im Gegenteil: Ich fand den Herzkatheder echt interessant. Ich konnte auf den Monitoren zugucken, was die an meinem Herzen machen ... richtig "Freak-Show-mäßig" 8o Nach der OP kriegt man für ca. 6 Stunden einen kleinen Sandsack auf die Wunde und man darf nicht aufstehen (auch nicht um die Toilette zu besuchen). Am nächsten Tag wurde ich schon entlassen. Ich hoffe, ich habe dir jetzt nicht noch mehr Angst gemacht - wollte dir eigentlich die Angst nehmen :wacko:
Wow, wow, wow ... 25 Kilo in 1 1/2 Monate?!?!? Das ist ja der Wahnsinn. Darum würde ich dich auch beneiden. Ich find's spitze, dass du dich so gut hälst und die Situation nutzt. Vor allem, weil ich von jedem Arzt zu hören bekommen, dass ich zu dick bin (was stimmt und was ich weiß). Anfangs hat mich das sehr motiviert, weil ich es nicht mehr gesagt kriegen wollte. Noch schlimmer fand ich es, dass in jedem Arztbrief oder Befund das Wort "adipös" auftauchte ;( Aber wie heißt es so schön: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Das ist übrigens das einzige, was ich in meinem Leben bereue: 32 Kilo zugenommen zu haben! Bevor ich meinen Freund kennen gelernt habe, hatte ich noch 68 (wundervolle) Kilo. Hätte ich schon mal früher die Reißleine gezogen, müsste ich jetzt nicht wieder soooooo viele Kilo abspecken ... grummel* Also: Mach' weiter so - für uns beide
Liebe Grüße und einen schönen Montag Euch allen


