06-10-2013, 01:59 PM
Hallo Wolle,
hallo olw,
hallo hella,
vielen, vielen Dank für eure Feedbacks und entschuldigt meine späte Antwort.
Danke Wolle für deine klaren Aussagen - damit kann ich etwas anfangen! Kein herumreden ... Es ist ja Wahnsinn, wie gut du die Herztransplantation überstanden hast. 6 Kilomenter in unter 20 Minuten - RESPEKT! Ich habe nur unheimliche Angst vor dem Weg, denn du schon gehen musstest. Ich glaube, ich habe da nicht die Kraft dafür: Massig Untersuchungen, zahlreiche Krankenhausaufenthalte, Ärzte die kaum zuhören, Tabletten bis zum abwinken, dieses ständige Hoffen und Bangen ... Bisher musste ich in meinem Leben noch um nichts kämpfen. Ich war immer der Meinung "Man kann nichts erzwingen und alles was sich nicht von selbst fügt, soll eben nicht sein". Aber jetzt sieht die Sache irgendwie anders aus. Ich will leben und zwar unbedingt!
Meinen Kinderwunsch werde ich wohl "ad acta" legen. Ich möchte nicht, dass mein Kind (ob leiblich oder adoptiert) mit 5 als Halbwaise dasteht. Ich weiß, das ist eine eingeschränkte Sichtweise: Ich kann auch als gesunder Mensch morgen vom Laster überfahren werden ... da hast du schon recht.
Nein, auf einen Defi wurde ich noch nicht konkret angesprochen. Im Augenblick wollen meine Medizinmänner abwarten, was die Medis noch reißen können. Die magische Grenze ist angeblich EF 30 %. Wenn ich permanent mehr als EF 30 % habe, kann zunächst auf einen Defi verzichtet werden. Macht es eigentlich Sinn, sich so ein Gerät "vorsorglich" einbauen zu lassen? Was hilft es mir, wenn ich zwar eine hohe EF-Quote habe aber dann trotzdem an plötzlichem Herztod sterbe?!
Ich war heute in der Herzinsuffizienssprechstunde. Dabei wurde Herzultraschall gemacht: EF 37 %!!!!! Freu mich wie ein Schneekönig
Hella, das was du beschreibst, kenne ich auch schon: Neid auf meine kerngesunden Freundinnen, deren größten Probleme ihre morgentliche Klamottenwahl ist; Trauer um meine nicht vorhandenen Kinder; Wut über mich, dass ich mich nicht schon einmal früher habe durchchecken lassen; außerdem meine extremen Stimmungsschwankungen: Von "ich will unbedingt leben und genieße einfach jeden Tag so, als es wäre es mein letzter" bis hin zu "ich packe das alles nicht und habe keine Lust zu kämpfen".
Aber ich habe auch schon die "guten" Seiten meines neuen Lebens kennen gelernt: Durch den Krankenhausgarten schlendern und bewusst den Geruch von Flieder wahrzunehmen; viele Freunde, die einfach mal vor der Haustür stehen und sich nach mir umschauen wollen; meinen Partner als starken Fels an meiner Seite zu erleben, obwohl er ein außerordentlicher Kindskopf ist; den enormen Zusammenhalt in meiner Familie zu spüren. Eigentlich kann ich mich noch immer glücklich schätzen ... ABER der Mensch ist einfach nicht gemacht zum "zufrieden sein", er/ich will immer noch mehr, mehr, mehr.
Trotzdem vielen Dank für Eure lieben, tröstenden Worte! Alles Gute für Euch
hallo olw,
hallo hella,
vielen, vielen Dank für eure Feedbacks und entschuldigt meine späte Antwort.
Danke Wolle für deine klaren Aussagen - damit kann ich etwas anfangen! Kein herumreden ... Es ist ja Wahnsinn, wie gut du die Herztransplantation überstanden hast. 6 Kilomenter in unter 20 Minuten - RESPEKT! Ich habe nur unheimliche Angst vor dem Weg, denn du schon gehen musstest. Ich glaube, ich habe da nicht die Kraft dafür: Massig Untersuchungen, zahlreiche Krankenhausaufenthalte, Ärzte die kaum zuhören, Tabletten bis zum abwinken, dieses ständige Hoffen und Bangen ... Bisher musste ich in meinem Leben noch um nichts kämpfen. Ich war immer der Meinung "Man kann nichts erzwingen und alles was sich nicht von selbst fügt, soll eben nicht sein". Aber jetzt sieht die Sache irgendwie anders aus. Ich will leben und zwar unbedingt!
Meinen Kinderwunsch werde ich wohl "ad acta" legen. Ich möchte nicht, dass mein Kind (ob leiblich oder adoptiert) mit 5 als Halbwaise dasteht. Ich weiß, das ist eine eingeschränkte Sichtweise: Ich kann auch als gesunder Mensch morgen vom Laster überfahren werden ... da hast du schon recht.
Nein, auf einen Defi wurde ich noch nicht konkret angesprochen. Im Augenblick wollen meine Medizinmänner abwarten, was die Medis noch reißen können. Die magische Grenze ist angeblich EF 30 %. Wenn ich permanent mehr als EF 30 % habe, kann zunächst auf einen Defi verzichtet werden. Macht es eigentlich Sinn, sich so ein Gerät "vorsorglich" einbauen zu lassen? Was hilft es mir, wenn ich zwar eine hohe EF-Quote habe aber dann trotzdem an plötzlichem Herztod sterbe?!
Ich war heute in der Herzinsuffizienssprechstunde. Dabei wurde Herzultraschall gemacht: EF 37 %!!!!! Freu mich wie ein Schneekönig
Hella, das was du beschreibst, kenne ich auch schon: Neid auf meine kerngesunden Freundinnen, deren größten Probleme ihre morgentliche Klamottenwahl ist; Trauer um meine nicht vorhandenen Kinder; Wut über mich, dass ich mich nicht schon einmal früher habe durchchecken lassen; außerdem meine extremen Stimmungsschwankungen: Von "ich will unbedingt leben und genieße einfach jeden Tag so, als es wäre es mein letzter" bis hin zu "ich packe das alles nicht und habe keine Lust zu kämpfen".
Aber ich habe auch schon die "guten" Seiten meines neuen Lebens kennen gelernt: Durch den Krankenhausgarten schlendern und bewusst den Geruch von Flieder wahrzunehmen; viele Freunde, die einfach mal vor der Haustür stehen und sich nach mir umschauen wollen; meinen Partner als starken Fels an meiner Seite zu erleben, obwohl er ein außerordentlicher Kindskopf ist; den enormen Zusammenhalt in meiner Familie zu spüren. Eigentlich kann ich mich noch immer glücklich schätzen ... ABER der Mensch ist einfach nicht gemacht zum "zufrieden sein", er/ich will immer noch mehr, mehr, mehr.
Trotzdem vielen Dank für Eure lieben, tröstenden Worte! Alles Gute für Euch


