05-12-2012, 06:32 PM
In den letzten Monaten ist viel passiert, sowohl Herz als Krebs, der Krebs hat erbarmungslos zugeschlagen, die Therapie hat dem Herz wahrscheinlich den Rest gegeben, am Montag entscheidet sich ob ich auf ein Spenderherz angewiesen bin. Aus dem Versuch eines Neuanfangs indem ich wieder in meinen Geburtstort gezogen bin zur Familie wird wohl doch der Beginn des Ende sein, anders kann ich das nicht mehr deuten. Ich habe mich auf eigene Verantwortung aus dem Krankenhaus entlassen und muss nun Montag, Mittwoch und Freitags immer amb. zur Kontrolle, aber stationär ging es gar nicht, ich kam gar nicht mehr zur Ruhe. Wie auch wenn man mit einer Zimmernachbarin zusammen im Zimmer liegt die so laut schnarcht das an Schlaf nicht zu denken war und ist man doch eingeschlafen hat die Schwester oder der Pflege mich geweckt. In der totalen Erschöpfung bin ich während der Visite ausgeflippt und gesagt das ich den Terror nicht mehr aushalte und nach Hause will wo ich schlafen kann, wo ich Ruhe habe die ja wichtig ist.
Ich weiß nicht ob ich überhaupt ein Spenderherz will, es ist ein so tiefer Einschnitt und dazu das Wissen das da ein Mensch gestorben ist, ein vielleicht viel zu junger Mensch, ein Mensch der in der Blüte seines Lebens stand, das eine Familie trauern muss und nie zu erfahren wer dieser Mensch war, wie er/sie gelebt hat, wie er/sie gefühlt hat und wie die Familie ist. Bringt es überhaupt etwas wenn mein Körper verseucht ist von Krebs? Hat man überhaupt eine Chance mit einem neuen Herz wo man nicht wenig Medikamente nehmen muss um eine Abstoßung zu verhindern? Ich will mich eigentlich gar nicht mit dem Thema auseinandersetzen, ich will mein Herz mit meinen Erfahrungen, meinen Gefühlen als mein Lebensmotor behalten.
Ich weiß nicht ob ich überhaupt ein Spenderherz will, es ist ein so tiefer Einschnitt und dazu das Wissen das da ein Mensch gestorben ist, ein vielleicht viel zu junger Mensch, ein Mensch der in der Blüte seines Lebens stand, das eine Familie trauern muss und nie zu erfahren wer dieser Mensch war, wie er/sie gelebt hat, wie er/sie gefühlt hat und wie die Familie ist. Bringt es überhaupt etwas wenn mein Körper verseucht ist von Krebs? Hat man überhaupt eine Chance mit einem neuen Herz wo man nicht wenig Medikamente nehmen muss um eine Abstoßung zu verhindern? Ich will mich eigentlich gar nicht mit dem Thema auseinandersetzen, ich will mein Herz mit meinen Erfahrungen, meinen Gefühlen als mein Lebensmotor behalten.


