09-07-2009, 12:15 PM
Hallo,
auch mir geht es so,das ich mit Freunden/Bekannten gar nicht so über meine Erkrankung reden kann.
Sie wissen,das ich krank bin,aber eigendlich doch gar nicht,wie sie damit umgehen sollen und ich weiß nicht,ob sie das überhaupt wollen.
Jedenfalls merkt man erst jetzt,wer ein wirklicher Freund ist.
Sie können es nicht glauben,nicht verstehen,dann muß ich versuchen zu erklären,warum ich z.B. den Berg nicht mehr hochkomme.
Dann kommen auch oft ungläubige Aussagen wie,was in deinem Alter.Das kann doch nicht sein.
So nach dem Motto-Streng dich an.Das muß doch gehen.
Dann habe ich immer das Gefühl,mich mit meinen Erklärungen rechtfertigen zu müßen.
Ganz schlimm wird es aber,wenn Geschichten erfunden werden.
So bin ich ja vom Hausarzt vor einiger Zeit in die Klinik eingewiesen worden,lag dort auf der Intensivstation.
Da ich in einer Kleinstadt lebe und auch hier aufgewachsen bin,kenne ich die meißten Schwestern und Ärzte.Besucher bei anderen Patienten auch.
Nun wurde ich nach Berlin verlegt und dafür dieses Intensivmobil angefordert,was dann mit Tatü-Tata durch die Stadt fuhr.
Danach war ich Gesprächsthema Nummer 1 und als ich einige Zeit später einmal kurz im Supermarkt war,wurde ich angesprochen-Was du läufst hier rum?Es wurde erzählt du wärst todkrank?
Ich sagte dann-Ja,ich bin sehr krank,aber das heißt nicht,das ich mich zu Hause vergraben muß.
Entweder bin ich schon halbtod und werde ungläubig beäugt wenn ich mich auf der Starße sehen lasse,oder ich soll mich nicht so anstellen.
Dann kann es mir aber noch passieren,das man sagt,na wenn sie hier in den Laden gehen kann,dann kann es nicht schlimm sein.
Es gibt nur das eine oder das andere.
Das man sehr krank sein kann,aber trotzdem am Leben versucht teilzunehmen,sich nicht einigelt,das beste daraus macht-das scheint es nicht zu geben.
Aber gerade das ist es,was manche meiner Mitmenschen dann dazu verleitet zu sagen-dir gehts doch gut.
Ich habe seit einiger Zeit eine Haushaltshilfe.Es ist mir so schon sehr unangenehm,andere meine Arbeit machen zu lassen,aber heute kam eine ältere Frau die meine Mutter hätte sein können.Bei ihr wagte ich mir noch weniger zu sagen,als sie mich fragte,was zu tun ist.
Ich versuchte ihr zu helfen,wollte das Kehrblech ausleeren und schnaufte schon bei der Treppe wie eine Dampflok.
Sie nahm mir alles weg und bot mir einen Platz auf meinem Sofa an.
Ich wäre sehr krank.Ich könnte das doch im Moment gar nicht selbst tun,würde doch merken wie ich schnaufe.Ich müße mich wieder erholen,gesund werden und dann könnte ich es vielleicht in einiger Zeit wieder selbst.
Ich weiß nicht mehr alles,was sie sagte.Sie meinte es sehr gut.Aber für mich war das ganz schlimm,damit konfrontiert zu werden.
Hier im Forum habe ich Menschen gefunden,die mich verstehen,weil es uns allen im Grunde ähnlich geht.
Ich muß euch nicht groß erklären,wenn es mir schlecht geht.
Ich bin froh,das es euch und dieses Forum gibt.
uper:
Danke Alex.
uper:
Liebe Grüße
Carmen
auch mir geht es so,das ich mit Freunden/Bekannten gar nicht so über meine Erkrankung reden kann.
Sie wissen,das ich krank bin,aber eigendlich doch gar nicht,wie sie damit umgehen sollen und ich weiß nicht,ob sie das überhaupt wollen.
Jedenfalls merkt man erst jetzt,wer ein wirklicher Freund ist.
Sie können es nicht glauben,nicht verstehen,dann muß ich versuchen zu erklären,warum ich z.B. den Berg nicht mehr hochkomme.
Dann kommen auch oft ungläubige Aussagen wie,was in deinem Alter.Das kann doch nicht sein.
So nach dem Motto-Streng dich an.Das muß doch gehen.
Dann habe ich immer das Gefühl,mich mit meinen Erklärungen rechtfertigen zu müßen.
Ganz schlimm wird es aber,wenn Geschichten erfunden werden.
So bin ich ja vom Hausarzt vor einiger Zeit in die Klinik eingewiesen worden,lag dort auf der Intensivstation.
Da ich in einer Kleinstadt lebe und auch hier aufgewachsen bin,kenne ich die meißten Schwestern und Ärzte.Besucher bei anderen Patienten auch.
Nun wurde ich nach Berlin verlegt und dafür dieses Intensivmobil angefordert,was dann mit Tatü-Tata durch die Stadt fuhr.
Danach war ich Gesprächsthema Nummer 1 und als ich einige Zeit später einmal kurz im Supermarkt war,wurde ich angesprochen-Was du läufst hier rum?Es wurde erzählt du wärst todkrank?
Ich sagte dann-Ja,ich bin sehr krank,aber das heißt nicht,das ich mich zu Hause vergraben muß.
Entweder bin ich schon halbtod und werde ungläubig beäugt wenn ich mich auf der Starße sehen lasse,oder ich soll mich nicht so anstellen.
Dann kann es mir aber noch passieren,das man sagt,na wenn sie hier in den Laden gehen kann,dann kann es nicht schlimm sein.
Es gibt nur das eine oder das andere.
Das man sehr krank sein kann,aber trotzdem am Leben versucht teilzunehmen,sich nicht einigelt,das beste daraus macht-das scheint es nicht zu geben.
Zitat:Ich musste durch die Krankheit lernen, vor anderen Schwäche zu zeigen, was mir schon immer unglaublich schwer fällt.:Auch ich mußte das lernen und ziehe mich immer noch lieber in eine Ecke zurück,damit andere meine Schwäche nicht sehen.
Aber gerade das ist es,was manche meiner Mitmenschen dann dazu verleitet zu sagen-dir gehts doch gut.
Zitat:ständiges Mitleid, weil man immer wieder darauf hingewiesen wird, wie krank und "anders" man istDas ist mir gerade heute erst wieder passiert.
Ich habe seit einiger Zeit eine Haushaltshilfe.Es ist mir so schon sehr unangenehm,andere meine Arbeit machen zu lassen,aber heute kam eine ältere Frau die meine Mutter hätte sein können.Bei ihr wagte ich mir noch weniger zu sagen,als sie mich fragte,was zu tun ist.
Ich versuchte ihr zu helfen,wollte das Kehrblech ausleeren und schnaufte schon bei der Treppe wie eine Dampflok.
Sie nahm mir alles weg und bot mir einen Platz auf meinem Sofa an.
Ich wäre sehr krank.Ich könnte das doch im Moment gar nicht selbst tun,würde doch merken wie ich schnaufe.Ich müße mich wieder erholen,gesund werden und dann könnte ich es vielleicht in einiger Zeit wieder selbst.
Ich weiß nicht mehr alles,was sie sagte.Sie meinte es sehr gut.Aber für mich war das ganz schlimm,damit konfrontiert zu werden.
Hier im Forum habe ich Menschen gefunden,die mich verstehen,weil es uns allen im Grunde ähnlich geht.
Ich muß euch nicht groß erklären,wenn es mir schlecht geht.
Ich bin froh,das es euch und dieses Forum gibt.
uper:Danke Alex.
uper:Liebe Grüße
Carmen


