05-30-2009, 10:45 AM
Tja, Pfingsten wie deuten?
Am besten mit der Erkenntnis, das Pfingsten eigentlich
Sprache bedeutet.
"Sprache - unser täglich Pfingsten"
Eine schöne, zärtliche Geste etwas ins Ohr zu
flüstern, zu plappern, brüllen oder zu säuseln.
Sprache war einst als Werkzeug im Kampf ums Überleben gedacht.Doch es verrätselte die Welt.So kam die Frage nach Gott und die Fäigkeit zum Humor auf.
Dazu eine Geschichte:
Stehen zwei Pilze im Wald.Sagt der eine:" Mir ist kalt."
Sagt der andere:"Halts Maul,Pilze können nicht sprechen."
Halten wir inne und warten jetzt mal auf mögliche Erleuchtung.
Diese beiden Helden durchleben typische kleine existenzielle Dramen wie sie der Gebrauch von Sprache auslöst.
Der erste Pils lernt etwas über das Risiko jeder Mitteilung:
Man kann missverstanden, enttäuscht, verletzt werden.
Der andere lernt auch etwas:
Er hat in der Sache durchaus recht entpuppt sich aber als herzloser Widerling.
Der Mensch ist in eine evolutionäre Falle gelaufen.
Sprache die eigentlich Überlebensprobleme lösen sollte, schafft neue Probleme.Mit jeder Sprachstufe wuchs das
Pfingst-Paradox.Je mehr der Mensch die Sprache beherrschte, desto mehr wurde sie die Herrin der Welt.
Sie barg und benannte immer neue Rätsel des Seins.
Denn mit der Sprache wuchs die Vorstellung religöser
Welten.Fortan ist jedes Ding und alles was geschieht unser Schicksal.Das Göttliche ist nun die Geschichte hinter aller Geschichten.Das finale Verstehen.Die Erlösungshoffnung. Denn wo das Göttliche beginnt,endet alle Vieldeuigkeit.Deshalb tun sich viele
Religionen schwer mit dem Humor. Gott witzelt nicht.
Lachen ist unser Schicksal.Es ist der Versuch damit fertig zu werden, dass wir Sprachwesen sind: fehlbar,reich an Irrtümer und Fragen. Verstehen werden wir uns Menschen auch nie so ganz.Nur in Ansätzen;am tiefsten dann, wenn wir lieben. Aber auch die Liebe witzelt nicht
sie ist optimistisch, eindeutig und hofft,dass es am Ende immer Gutes bedeutet.
Deshalb liebt Gott übrigens Busfahrer-dazu die folgende Geschichte:
Ein Pfarrer und ein Busfahrer sterben. Der Pfarrer bekommt im Himmel die Standart-Einführung:
Man führt ihn durch den Hintereingang, setzt ihn auf einen Stuhl, gibt ihm die Heilige Schrift.
Der Busfahrer kommt durch den goldenen Haupteingang, Engelschöre singen, Gott selber begrüßt
ihn.
Der Pfarrer ist irritiert und fragt einen Engel:" Entschuldigung, was ist hier los?"
Der Engel antwortet:"Naja,du hast viel geredet und die Leute haben geschlafen; wenn aber der Busfahrer gefahren ist, haben die Leute gebetet."
Quelle"Rheinische Post"Mai 09
Am besten mit der Erkenntnis, das Pfingsten eigentlich
Sprache bedeutet.
"Sprache - unser täglich Pfingsten"
Eine schöne, zärtliche Geste etwas ins Ohr zu
flüstern, zu plappern, brüllen oder zu säuseln.
Sprache war einst als Werkzeug im Kampf ums Überleben gedacht.Doch es verrätselte die Welt.So kam die Frage nach Gott und die Fäigkeit zum Humor auf.
Dazu eine Geschichte:
Stehen zwei Pilze im Wald.Sagt der eine:" Mir ist kalt."
Sagt der andere:"Halts Maul,Pilze können nicht sprechen."
Halten wir inne und warten jetzt mal auf mögliche Erleuchtung.
Diese beiden Helden durchleben typische kleine existenzielle Dramen wie sie der Gebrauch von Sprache auslöst.
Der erste Pils lernt etwas über das Risiko jeder Mitteilung:
Man kann missverstanden, enttäuscht, verletzt werden.
Der andere lernt auch etwas:
Er hat in der Sache durchaus recht entpuppt sich aber als herzloser Widerling.
Der Mensch ist in eine evolutionäre Falle gelaufen.
Sprache die eigentlich Überlebensprobleme lösen sollte, schafft neue Probleme.Mit jeder Sprachstufe wuchs das
Pfingst-Paradox.Je mehr der Mensch die Sprache beherrschte, desto mehr wurde sie die Herrin der Welt.
Sie barg und benannte immer neue Rätsel des Seins.
Denn mit der Sprache wuchs die Vorstellung religöser
Welten.Fortan ist jedes Ding und alles was geschieht unser Schicksal.Das Göttliche ist nun die Geschichte hinter aller Geschichten.Das finale Verstehen.Die Erlösungshoffnung. Denn wo das Göttliche beginnt,endet alle Vieldeuigkeit.Deshalb tun sich viele
Religionen schwer mit dem Humor. Gott witzelt nicht.
Lachen ist unser Schicksal.Es ist der Versuch damit fertig zu werden, dass wir Sprachwesen sind: fehlbar,reich an Irrtümer und Fragen. Verstehen werden wir uns Menschen auch nie so ganz.Nur in Ansätzen;am tiefsten dann, wenn wir lieben. Aber auch die Liebe witzelt nicht
sie ist optimistisch, eindeutig und hofft,dass es am Ende immer Gutes bedeutet.
Deshalb liebt Gott übrigens Busfahrer-dazu die folgende Geschichte:
Ein Pfarrer und ein Busfahrer sterben. Der Pfarrer bekommt im Himmel die Standart-Einführung:
Man führt ihn durch den Hintereingang, setzt ihn auf einen Stuhl, gibt ihm die Heilige Schrift.
Der Busfahrer kommt durch den goldenen Haupteingang, Engelschöre singen, Gott selber begrüßt
ihn.
Der Pfarrer ist irritiert und fragt einen Engel:" Entschuldigung, was ist hier los?"
Der Engel antwortet:"Naja,du hast viel geredet und die Leute haben geschlafen; wenn aber der Busfahrer gefahren ist, haben die Leute gebetet."
Quelle"Rheinische Post"Mai 09
Das Herz hat seine Gründe,die die Vernunft nicht kennt.
Blaise Pascal ( 1623-1662 ) Philosoph
Blaise Pascal ( 1623-1662 ) Philosoph


