Ob man Kekse mag oder nicht, dieser Hinweis muss sein.
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Zitteranfälle mit Herzrasen
#1
Hallo Leute,





ich wollte euch um Hilfe bitten. Ich bin über jeden Rat
dankbar. Ich habe Seit ca. 2 Wochen dauerhaft (fast jeden Tag min. 1 mal)
Zitteranfälle. Des Weiteren bei körperlicher Belastung Schwindel und einen
„schweren Kopf“. Aber dazu nachher mehr.





Zu Meiner Person:


- Ich bin männlich 22 Jahre alt und Verkäufer bei einem
Computerladen


- ich bin Nichtraucher (Außer Wasserpfeife ca. 2 mal die
Woche) und trinke selten Alkohol (ca 1-2 mal im Monat)


- ich nehme keine Drogen


- Seit mehreren Jahren fühle ich mich dauerhaft Müde und
nicht „ganz da“ immer etwas abwesend


- Seit ca. einem Jahr ist mir aufgefallen das ich längere
Texte nicht mehr richtig lesen kann – anfangs ist alles prima aber nach und
nach verschwimmt alles vor meinen Augen und ich muss mich sehr stark
konzentrieren weiterzulesen UND das gelesene dann auch zu verstehen


- ich betreibe seit ca. einem halben Jahr Fitness im Studio
– also der Sport fehlt mir eigentlich nicht





Nun zu meiner Leidensgeschichte:





Das alles fing vor ca. 3 Monaten an. Ich lag im Bett und
surfte mit meinem Laptop im Internet. Als mir plötzlich schwindlig wurde und
ich sehr stark anfing zu zittern, erst an den Beinen dann am Oberkörper und
schließlich an den Armen. Da ich diesen Zustand nicht kannte bekam ich natürlich
Angst und rief den Notarzt. Dieser meinte das kann schon mal passieren und gab
mir Diazipam. Ich dachte mir dann auch nichts mehr dabei und ließ es belassen.
2,5 Monate ist nichts mehr passiert alles war Bestens – ich konnte normal ins
Fitness und arbeiten war auch kein Problem.





Doch dann vor ca. 3 Wochen hatte ich wieder diesen Anfall.
Daraufhin beschloss ich meinen Hausarzt aufzusuchen. Dieser Verpasste mir dann
ein 24 Std EKG sowie 24 Std. Blutdruck.


Die Werte waren absolut nicht prickelnd für mein Alter. Der
Blutdruck war im Schnitt 80% über den Normalwerten für mein Alter und beim EKG
kam heraus das ich einen hohen Puls habe sowie tlw. (leichte)
Herzrhythmusstörungen. Mein Hausarzt verschrieb mir dann Beta Blocker
allerdings wurde ich von denen nur noch mehr Benommen. Seit diesem Zeitpunkt
gings dann mit mir rapide berg ab. Ich bekam die Anfälle immer öfter bis Sie
täglich wurden. Ich war total erschöpft und ging ins Krankenhaus. Dort wurden
dann einige Tests gemacht hier mal die Zusammenfassung: Herz + Organ
Ultraschall i.O. MRT Gehirn i.O. MRT Halsadern i.O. Blutwerte i.O. Selbst der
Blutdruck war i.O. etwas erhöht aber nichts Besorgniserregendes. Nur bei den
Zitteranfällen habe ich einen rapiden Anstieg vom Blutdruck das geht innerhalb
von Minuten. Anfangen zu zittern tue ich immer ab 160… dann geht es hoch auf
170 180 190 und nach ca einer halben Stunde geht die ganze Sache wieder
runter….. Sie haben mir während des Aufenthalts Morgens sowie Abends 75mg
Catapresan gegeben woraufhin ich den ganzen Tag total fertig war und immer
wieder eingeschlafen bin tlw. sogar im sitzen. Bei Anfällen gaben Sie mir noch
eine Beruhigungstablette (die Anfälle dauerten aber trotzdem genausolang) Da die Ärzte nichts finden konnten haben Sie
gemeint es sei Psychisch sprich Panikattacken und ich wurde wieder entlassen.
Und ja so steh ich nun da… Absolut bleich und erschöpft – kann keine weiten
Strecken zurücklegen und habe natürlich (was aber nicht seit Anfang an ist!!!)
Angst vor der nächsten Attacke.





Zu den Anfällen:


Meinst kommen Sie total überraschend, beim TV schaun, beim
reden mit anderen Leuten, sogar im Schlaf hatte ich einen. Aber sogut wie nie
wenn ich darüber nachdenke oder mal wirklich im Stress bin. Entweder kommen Sie
total plötzlich oder Sie schleichen sich langsam ein. Meist merke ich ca. eine
Stunde vor dem Anfall ein Drücken auf beiden Kopfseiten über den Ohren und der
Schläfe.


Danach verspüre ich (nicht immer) ein (heißes) brennen in
meiner linken Handfläche beim Beginn der Finger. Als nächstes werden meine
Hände eiskalt wirklich mega kalt! Und dann kommt „der Klick“ Ich fühle mich als
würde ich gleich umkippen tlw. verschwimmt meine Sicht der Kopf wird schwer, ab
und an denke ich ich bekomme schlecht Luft. Ab dem Zeitpunkt bekomme ich auch
Angst. Dann bekomme ich Herzrasen der Puls ist dann meist bei 130 rum Blutdruck
war immer zwischen 160- 180. Desweitern ist bei diesen Anfällen meine
Herzfrequenz immer A-Rytmisch. Dann beginnt das sehr starke Zittern zuerst an
den Beinen, dann kommt der Oberkörper und zum Schluss die Hände. Dieser Zustand
dauert dann zwischen 15 Minuten und einer Stunde. Die Hände sind dauerhaft
eiskalt es fängt immer mit der Linken Hand an, wenn ich einen ganz Schlimmen
Anfall habe kribbeln die Fingerspitzen zusätzlich noch und die Hände haben
keine Kraft. Danach werden meine Hände
wieder wärmer der Körper enstpannt sich und ich fühle mich als hätte ich 3
Stunden Sport gemacht.


Der Blutdruck geht dann auch langsam wieder runter und ist
dann meist den ganzen Tag so bei 140. Der ganze Tag ist dann für mich gelaufen,
ich bin so erschöpft das ich mich hinlegen muss. Meist ist mir dann auch den
ganzen Tag schlecht und ich habe keinen Appetit.





Noch eine kleine Zusatzinfo: Seit dem ich das Catapresan
nehme wache ich in der Nacht auf und kann mich tlw. kurz nicht bewegen wie wenn
alles Taub wäre, der Zustand dauert ein paar Sekunden an. Danach kriege ich
Herzrasen und kann mich wieder bewegen. Nach 5 Minuten ist dann wieder alles
gut.





Des Weiteren habe ich seit ca. einem Halben Jahr
Druckschmerzen im Bereich der linken Niere. Mal mehr mal weniger – aber Sie
sind eigentlich immer da. Auch wenn ich auf der anderen Seite schlafe mich
dehne etc. Allerdings war der Ultraschall ja i.O. und das KH hat nichts mehr
gemacht. Sobald ich aber Alkohol getrunken habe sind die Druckschmerzen an der
Niere weg. (Nein ich bin kein Alkoholiker ich trinke ca. 1-2 mal im Monat auf
Partys etwas und meist auch nicht sehr viel)





Ich weiß nun einfach nicht mehr weiter. Man hat mir Tavor
verschrieben sowie Catapresan und die Anfälle kommen trotzdem noch täglich.
Sind das wirklich Panikattacken? Warum habe ich dann so oft Kopfweh und
Schwindel beim Laufen und bei Anstrengung? Wie würdet Ihr euch verhalten? Was
soll ich machen es ist seit dem nicht besser geworden? Der Arzt im KH meinte
ich muss es aushalten und soll zum Psychologen. Habt Ihr Tipps für mich ?


Sollte ich noch etwas anderes Untersuchen lassen?





Ich bin für jede Hilfe dankbar.
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#2
Moin,

herzlich willkommen hier.
Klingt ja nicht gerade toll.
Vielleicht ein Art atypische Migräne? Ich an Deine Stelle würde mal in der Richtung weiter forschen.
Psychologisch sagt sich immer schnell (besonders die Frauen können ein Lied davon singen), aber wären vielleicht ein paar Gespräche mit einem guten Psychologen Deines Vertrauens wirklich hilfreich.
Übrigens habe ich gerade gehört, dass Wasserpfeifen irre Mengen Glycerin an den Raucher abgeben, also vorsicht mit dem Zeug!
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.
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#3

Hallo Extreme,

bei der Symptomatik sollte man aufhorchen.

Zum Thema Depression kann ich ein Klagelied anklingen - lass Dich bloß nicht in diese Schublade abschieben.

Du hast schon viel über deinen Blutdruck geschrieben. Meine Frage ist jetzt ob es bei Dir Wasseransammlungen in den Beinen, wie auch deinen Fingern gibt. Wann diese kommen und gehen. Wie sieht es mit dem Wasserlassen aus? Musst Du des Nachts viel raus oder wachst Du morgens auf und schaffst es kaum zu Toilette ohne Tröpfchen-abgabe.
Zu Deinen Schmerzen im Nierenbereich, wie hoch ist Deine Trinkmenge am Tag. Sprich Kaffee, Tee, Wasser etc.? Wie schauts mit der Kleidung aus, bist Du, wie mein Sohn - leider, ein absolut modischer junger Mann, welche die kurzen Teile trägt, welche nicht mal bis zum Hosengurt reichen?

Warte auf Deine Antwort,

LG Carina
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#4
Moin,

noch einmal die Frage: wann hast Du angefangen, Wasserpfeife zu rauchen und seit wann hast Du die Probleme?
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.
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#5
Auch wenn ich Carina Recht gebe, was die oft allzu schnelle Psychoschiene bei den Ärzten betrifft, so scheint mir bei dir doch eine Art Angststörung zumindest mit vorzuliegen. Alle deine Symptome kenne ich gut. Das Catapresan ist ein Mittel gegen Bluthochdruck - wenn du aber prinzipiell gar keinen wirklichen Bluthochdruck hast, sondern dieser nur in Zusammenhang mit einer Angststörung/Panikattacke auftaucht, dann nutzt das Catapresan eher wenig bzw. kann solche Wirkungen wie Kopfweh, Schwindel etc. haben.

Mein "Schwiegersöhnchen" - 39 Jahre, fit, gesund, kein Alkohol, sportlich aktiv- hat es vor ein paar Wochen aus dem berühmten heiteren Himmel heraus erwischt. Genau so, wie du es schilderst. Alle Untersuchungen (Blut, EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruck, CT Hirn - alles o.B.) . Erstmedikation Tavor (hat geholfen), dann umgestellt auf ein Antidepressivum (hat nur bedingt geholfen, dafür tinnitusähnliches Ohrensausen verursacht). Ihm geht es richtig elend, und natürlich stellte sich auch schnell die "Angst vor der Angst vor der nächsten Panikattacke" ein. Ein fieser Teufelskreis. Er ist jetzt in psychotherapeutischer Behandlung und nimmt zusätzlich Medis (gegen Panikattacken und Depressionen).

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass bei mir ein Medikament aus der Gruppe der SSRI super geholfen hat (nach 3 Tagen scheußlichen Nebenwirkungen, die sich aber lohnen durchzustehen). Diese relativ neuen Medis werden inzwischen eigentlich meistens eingesetzt bei derlei Angststörungen (auch bei Depressionen). Man kann sie - im Gegensatz zu
Tavor - über einen längeren Zeitraum einnehmen, ohne in eine körperliche Abhängigkeit abzudriften. Man muss sich nur ganz langsam wieder ausschleichen, wenn es soweit ist. Natürlich sollte man begleitend auf jeden Fall eine Therapie machen, die Medis sind im Prinzip nur eine "Krücke", aber sie verschaffen Erleichterung und neue Kraft.

Dies nur als Hinweis, dass die Psychoschiene nicht immer verkehrt sein muss. Du musst das aber natürlich selber für dich rausfinden (lassen). Wenn organisch alles gründlich abgeklärt ist, müsstest du dich vll. eventuell mit einer solchen Diagnose anfreunden.

Kopf hoch, ich drücke dir die Daumen, dass es dir bald besser geht.



Chancen präsentieren sich uns mit Vorliebe in der Maske von Unannehmlichkeiten.
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#6
Herzlich willkommen!
Ich hatte beim Lesen mehrere Gedanken.
Ist ein Phäochromazytom im KH nach einem Anfall ausgeschlossen worden? Bis 48h Stunden nach Anfall ist ein bestimmtes Hormon im Urin nachweisbar. Das würde zur Symptomatik passen.
Auch ich finde, dass gern mal auf Psyche geschoben wird, wenn man nichts findet. Aber tatsächlich spricht einiges dafür. Und Psychoschiene ist nicht immer verkehrt. Hauptsache, es hilft. Du beobachtest dich sehr genau. Misst die Werte in kurzen Abständen, wirkst sehr fixiert auf die Angst. Das ist nicht unbedingt typisch für organische Befunde. Kommt bestimmt auch vor, aber eher sind wir ja geneigt, großzügig mal zu denken: Huch, war nichts. Bestimmt nur Wirbelsäule...oder diverse andere hübsche
Vermeidungsideen.
Es kann auch beides sein. Ich würde Psyche nicht generell abwerten.
Liebe Grüße
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Wink
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#7
Grüße dich!

das ist ja eine sehr verzwickte Situation. Da kann man sich gut vorstellen, dass viele Ärzte da auch überfragt sind. Man könnte ja im Grunde in alle Richtungen untersuchen. Diese Beschwerden können ja von Allem kommen. Persönlich glaube ich weniger, dass es irgendwas mit dem Herzen zu tun hat (ist nur meine Meinung nach dem Lesen). Sicher spielt nun eine Angststörung-die sich spätestens durch die Anfälle entwickelt hat eine Rolle. Aber wie du schreibst, wird dies nicht die Ursache sein.

Gehe doch nochmal zu deinem Hausarzt auch ohne Beschwerden und erkläre es ihm ganz genau so wie hier. Du bildest dir das ja nicht ein. Dann wirst du sicher Überweisungen bekommen. Mehr als der lange Weg über verschiedene Ärzte fällt mir auch nicht ein Sad.

Halt uns auf dem Laufenden.

Alles Gute
Alex
Linksventrikuläre Herzinsuffiziens seit 2008 8% Ef und seit 2020 48% EF - Defiträger

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