01-12-2019, 07:09 PM
Hallo,
ich muss mich mal wieder melden, mir geht´s grad nicht so prickelnd.
Nach meiner Katheterablation vor nem guten Monat arbeite ich mittlerweile wieder (Ausbildung in einer Zahnarztpraxis). Die letzte Woche war wegen Personalmangel im Team sehr stressig, ich bin mit meinen Aufgaben fast nimmer hinterhergekommen und anscheinend tut mir Stress gar nicht gut, obwohl in der Arbeit eigentlich viel Rücksicht auf meine Krankheit genommen wird und ich immer sagen darf, wenn es nicht mehr geht. Wobei man dazu sagen muss, dass ich jemand bin, der oft sagt: "geht schon".
Auf jeden Fall bin ich gestern Abend völlig platt heimgekommen und bin heilfroh, dass Wochenende ist, um mich auszuruhen.
Hab seit gestern Kopf- und Gliederschmerzen, verstärkt Schwindel und Kreislaufprobleme, wenn ich aufstehe, esse oder Treppe laufe, und muss dann immer so ganz tief atmen (ich hoffe, ihr versteht, was ich meine). Außerdem spüre ich phasenweise im Herz so einen Druck oder Enge-Gefühl (es fühlt sich zu voll an - klingt etwas merkwürdig, ich weiß). Also generell habe ich diese Symptome ja jeden Tag, aber seit ein paar Tagen ist es schlimmer als sonst. Dazu kommt ein Rumpeln, das sich anders anfühlt als die VES vor der Ablation (vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein).
Außerdem bin ich heute vor lauter Müdigkeit und Schlapp-sein fast nicht ausm Bett gekommen, hänge den ganzen Tag nur müde rum, weil alles anstrengt, und kann mich zu gar nichts aufraffen. Bin insgesamt auch ziemlich mies und depri drauf (was aber ja auch am Wetter derzeit liegen kann) und mir ist dauerhaft kalt und konzentrieren kann ich mich auch auf nichts.
Meine Familie hat sich schon wieder ziemliche Sorgen gemacht und meint, ich solle zum Arzt. Ich hab aber Anfang März meinen Kontrolltermin wegen der Ablation und will eigentlich lieber bis dahin warten, weil die Ärzte meinten, es ist normal, dass es einem nach ner Ablation mal schlechter geht (muss ja erst alles verheilen und sich umgewöhnen, was mehrere Monate dauern kann).Ach ja, vor ner Woche hatte ich einige intensive Orchesterproben mit einem Konzert und da hab ich auch gemerkt, dass ich recht schnell außer Puste (bei nem Blasinstrument etwas ungünstig) und danach ziemlich platt war, was sonst nie der Fall war.Ich glaube auch, dass es eventuell an den Medikamenten liegt. Den Betablocker soll ich bis zum Kontrolltermin noch nehmen, aber weil ich jetzt viel weniger VES habe, passt das ja vielleicht nicht mehr, oder? Weil den habe ich ja verordnet bekommen, als ich täglich noch ca. 50.000 VES hatte. Mein Blutdruck ist auch immer sehr niedrig. Kann das ASS auch schuld sein? Dazu kommt noch, dass ich bald wieder zum Schilddrüsen-Facharzt muss, um die Medikamente wegen meiner Hashimoto thyreoiditis neu einzustellen, da passen die Werte auch nicht mehr so ganz.Ich kann auch nicht genau einordnen, ob meine Beschwerden was mit meinem Mitralklappenprolaps, mit der NYHA 2, mit der Ablation oder der abgelaufenen Myokarditis zusammenhängen. Wahrscheinlich liegt es an allem zusammen oder? Das werde ich dann aber alles auch meinen Kardiologen fragen.
Es ist zwar grad kein schöner Zustand, aber es ist meiner Meinung nach noch nicht so schlimm, deswegen gleich zum Kardiologen zu rennen (meine Familie meint, ich würde es nicht ernst genug nehmen, aber man merkt doch selbst am besten, wenn es nicht mehr geht oder?). Trotzdem die Frage: Geht es euch manchmal ähnlich, dass es euch mal phasenweise schlechter geht? Und was macht ihr dann dagegen? Was macht ihr generell an "schlechten" Tagen? Ich persönlich mag es gar nicht, wenn ich im Alltag immer schnell erschöpft bin. Ich möchte auch ganz normal arbeiten und nach der Ausbildung studieren können wie alle anderen in meinem Alter und in der Freizeit Dinge tun können, die sonst immer gegangen sind. Ok ich weiß, andere hier haben weitaus schlimmere Krankheitsverläufe als ich und sind noch viel mehr eingeschränkt, deswegen darf ich eigentlich nicht so jammern. Aber an Tagen wie heute regt mich das schon ziemlich auf und ich bin traurig und einfach frustriert darüber.
Tschuldigung für das viele Jammern, aber ich will nicht immer mit meiner Familie drüber reden, die machen sich nur zu viele Sorgen, was zwar lieb gemeint, aber auf Dauer etwas nervig ist.
Wünsche euch noch ein schönes Wochenende und freue mich sehr über Antworten
Ganz liebe Grüße, Avanel
ich muss mich mal wieder melden, mir geht´s grad nicht so prickelnd.
Nach meiner Katheterablation vor nem guten Monat arbeite ich mittlerweile wieder (Ausbildung in einer Zahnarztpraxis). Die letzte Woche war wegen Personalmangel im Team sehr stressig, ich bin mit meinen Aufgaben fast nimmer hinterhergekommen und anscheinend tut mir Stress gar nicht gut, obwohl in der Arbeit eigentlich viel Rücksicht auf meine Krankheit genommen wird und ich immer sagen darf, wenn es nicht mehr geht. Wobei man dazu sagen muss, dass ich jemand bin, der oft sagt: "geht schon".
Auf jeden Fall bin ich gestern Abend völlig platt heimgekommen und bin heilfroh, dass Wochenende ist, um mich auszuruhen.
Hab seit gestern Kopf- und Gliederschmerzen, verstärkt Schwindel und Kreislaufprobleme, wenn ich aufstehe, esse oder Treppe laufe, und muss dann immer so ganz tief atmen (ich hoffe, ihr versteht, was ich meine). Außerdem spüre ich phasenweise im Herz so einen Druck oder Enge-Gefühl (es fühlt sich zu voll an - klingt etwas merkwürdig, ich weiß). Also generell habe ich diese Symptome ja jeden Tag, aber seit ein paar Tagen ist es schlimmer als sonst. Dazu kommt ein Rumpeln, das sich anders anfühlt als die VES vor der Ablation (vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein).
Außerdem bin ich heute vor lauter Müdigkeit und Schlapp-sein fast nicht ausm Bett gekommen, hänge den ganzen Tag nur müde rum, weil alles anstrengt, und kann mich zu gar nichts aufraffen. Bin insgesamt auch ziemlich mies und depri drauf (was aber ja auch am Wetter derzeit liegen kann) und mir ist dauerhaft kalt und konzentrieren kann ich mich auch auf nichts.
Meine Familie hat sich schon wieder ziemliche Sorgen gemacht und meint, ich solle zum Arzt. Ich hab aber Anfang März meinen Kontrolltermin wegen der Ablation und will eigentlich lieber bis dahin warten, weil die Ärzte meinten, es ist normal, dass es einem nach ner Ablation mal schlechter geht (muss ja erst alles verheilen und sich umgewöhnen, was mehrere Monate dauern kann).Ach ja, vor ner Woche hatte ich einige intensive Orchesterproben mit einem Konzert und da hab ich auch gemerkt, dass ich recht schnell außer Puste (bei nem Blasinstrument etwas ungünstig) und danach ziemlich platt war, was sonst nie der Fall war.Ich glaube auch, dass es eventuell an den Medikamenten liegt. Den Betablocker soll ich bis zum Kontrolltermin noch nehmen, aber weil ich jetzt viel weniger VES habe, passt das ja vielleicht nicht mehr, oder? Weil den habe ich ja verordnet bekommen, als ich täglich noch ca. 50.000 VES hatte. Mein Blutdruck ist auch immer sehr niedrig. Kann das ASS auch schuld sein? Dazu kommt noch, dass ich bald wieder zum Schilddrüsen-Facharzt muss, um die Medikamente wegen meiner Hashimoto thyreoiditis neu einzustellen, da passen die Werte auch nicht mehr so ganz.Ich kann auch nicht genau einordnen, ob meine Beschwerden was mit meinem Mitralklappenprolaps, mit der NYHA 2, mit der Ablation oder der abgelaufenen Myokarditis zusammenhängen. Wahrscheinlich liegt es an allem zusammen oder? Das werde ich dann aber alles auch meinen Kardiologen fragen.
Es ist zwar grad kein schöner Zustand, aber es ist meiner Meinung nach noch nicht so schlimm, deswegen gleich zum Kardiologen zu rennen (meine Familie meint, ich würde es nicht ernst genug nehmen, aber man merkt doch selbst am besten, wenn es nicht mehr geht oder?). Trotzdem die Frage: Geht es euch manchmal ähnlich, dass es euch mal phasenweise schlechter geht? Und was macht ihr dann dagegen? Was macht ihr generell an "schlechten" Tagen? Ich persönlich mag es gar nicht, wenn ich im Alltag immer schnell erschöpft bin. Ich möchte auch ganz normal arbeiten und nach der Ausbildung studieren können wie alle anderen in meinem Alter und in der Freizeit Dinge tun können, die sonst immer gegangen sind. Ok ich weiß, andere hier haben weitaus schlimmere Krankheitsverläufe als ich und sind noch viel mehr eingeschränkt, deswegen darf ich eigentlich nicht so jammern. Aber an Tagen wie heute regt mich das schon ziemlich auf und ich bin traurig und einfach frustriert darüber.
Tschuldigung für das viele Jammern, aber ich will nicht immer mit meiner Familie drüber reden, die machen sich nur zu viele Sorgen, was zwar lieb gemeint, aber auf Dauer etwas nervig ist.
Wünsche euch noch ein schönes Wochenende und freue mich sehr über Antworten

Ganz liebe Grüße, Avanel


