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Dcm akzeptieren - Brini - 09-22-2018

Hallo ihr Lieben,

Ich hab so was ähnliches schon an anderer Stelle geschrieben. Allerdings ging es dabei eher um das verdrängen der Krankheit.
Ok,ich habe mittlerweile eingesehen, dass man lernen muss, mit der Zeit damit klar zu kommen.

Wie schafft ihr das, bzw wie lang hat es bei euch gedauert, bis ihr damit klargekommen seid?

Es gibt halt immer mehr Momente in denen mir nur zum heulen zumute ist, gefolgt von Momenten, in denen mir denke " du machst dir doch viel zu viele Sorgen, so schlimm ist es doch gar nicht"!!

Am 1.10 habe ich meine nächste kontrolluntersuchung. Und schon jetzt schlafe ich schlecht. Das geht von träumen in denen alles ganz schlimm ausgeht bis zu Träumen in denen ich vom Arzt gefragt werde " kann das sein, dass sie sich ihre Symptome nur einbilden? Von meiner Seite aus ist nämlich alles gut" !

Dementsprechend schlafe ich auch schlecht,bzw bin ich auch tagsüber nicht besonders gut drauf.

Danke schonmal fürs Lesen und einen schönen Abend noch. 8753975242640972_[Bild: smilie_love_047.gif]_1


- susa2577 - 09-23-2018

Hallo Brini,

wie lang das bei uns gedauert hat kann ich gar nicht mehr sagen. Thilo bekam im Mai 2002 die Diagnose DCM. Klar gab es erstmal eine Zeit in der wir uns fragten ob das denn wirklich sein muss. Aber irgendwann hat sich das gegeben, denn auch eine Antwort darauf hätte ja an der Situation nichts geändert. Nach und nach haben wir uns an die Situation gewöhnt. Wir haben dann auch nicht mehr gesagt das Thilo krank ist, krank ist er wenn er z.B. erkältet ist. Diese Einstellung haben wir bis heute und kommen damit sehr gut zurecht.
Auch hat es uns geholfen mit der Sache offen umzugehen und alle Fragen die dazu kamen und kommen zu beantworten. Man kann uns alles fragen, wenn wir etwas nicht beantworten möchten sagen wir das schon. Das kam aber bisher noch nicht vor.

Susi


- Brini - 09-23-2018

Danke dir für deine Antwort.
Mir ist auch klar, dass es kein Patentrezeot dafür gibt, mit So was umzugehen.
Ich dachte nur zwischendurch, dass es schneller geht damit klarzukommen.
Nur mittlerweile ist die Diagnose ein Jahr her, und manchmal denke ich ich bin weiter weg, von der Akzeptanz des ganzen, als kurz nach der Diagnose. Oft erwisch ich mich dabei, dass ich es einfach nicht wahrhaben will.
Oder ich tue einfach zu viel, weil ich in der jeweiligen Situation nichts merke. Dafür Krieg ich danach umsomehr zurück Sad


- musicus - 10-07-2022

hallo ! (BIN AUS NIEDERÖSTERREICH - 80 km noerdlich von wien)

habe meine dcm heute zum 2. mal bestätigt bekommen. Leute mir geht so der A....auf grundeis. Mein Mann, Mama, Tochter alle sehr krank (Niere, Demenz und eine Krankheit - die ich nicht nennen werde) und ich jetzt mit nur 35 % EF. Gefässe frei - einen ganzen haufen medis.
Herz mrt erst am 2. november (dauert das bei euch auch so lang für termine und befundbesprechung - das ist irrrrrrrrrre) Und erst am 16.11. Befundbesprechung. - WO ES DANN TOTAL INS DETAIL GEHN SOLL.
Ich schwitze mich zu Tode bei 10 bis 15 Schritten. Training unmöglich. Habe nämlich Arthrose im Endstadium in beiden Knien. Wenn ich mir das so anschau - weiss ich dass ich im Rollstuhl enden werde ! Operation usw. trau ich mir mit den Knien nicht zu. Habe Diabetes II, allergisches Asthma, Bauchwandbrüche, Polyneuropathie usw............
Durch diese psychische Belastung werde ich schön langsam ziemlich "kaputt"..........
Wie bewältigt man die psychische Belastung dieser DCM Diagnose - mit der Angst es nicht mehr länger zu schaffen. Unfassbar was ich mir alles ausmale. Psychologe schaffe ich nicht mehr ......weil vor deren Türe kein Parkplatz ist. Ich kann keine 200 m mehr gehn und habe auch grosse angst - mich zu überfordern und tot umzufallen. ich habe so viel noch vor und möchte noch mind. 25 jahre leben. ich weiss aber dass ich alles und noch mehr kann - was nötig ist. habe 112 kg (vor 1,5 wochen noch 118) - habe magenbypass, und weiss dasss ich abnehmen kann.........
lebe am land - was eigentlich ein nachteil ist.
herzrehabilitation wie soll das möglich sein- wenn man keine Spaziergänge schafft.
was soll ich mit der psyche machen- in meinem Kopf kreisen nur mehr Tod und Verzweiflung. Unterstützung habe ich keine - weil es keine Kasssenplätze für Psychotherapie gibt. Mein Psychiater gibt nur Tabletten und der Parktplatz ist sonst wo....(körperliche Überforderung)

MEINE PSYCHE DREHT GRAD DURCH - LEUTE BITTE HELFT MIR DAS ZU BEWÄLTIGEN - ICH HABE KEINEN PLAN WIE MAN MIT SOWAS UMGEHT !!!
Meine Idee wäre - private Rehab aber nur statt 3 wochen 1.5 und das dafür öfter also 2x zb.
Mir sind 3 wochen zu lange weil es mama nicht gut geht und schon das herrichten - und alles rundherum massiv überfordernd ist.
bei jeder kleinen anstrengenden bewegung macht mein herz einnen extraruck und
ICH WILL NICHT STERBEN - HILFE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
LG MANUELA
GIBTS IRGENDWO PATIENTEN AUS ÖSTERREICH ODER HABT IHR TIPS ??? :thumbdown: