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Beziehungen und Krankheit.... - Joe1712 - 01-10-2014 Hallo ! Wollte mal mal irgendwie hier meine Sorgen loswerden und vielleicht die eine oder andere Meinung hören. Ich habe seit Juni 2012 aufgrund von einer DCM eine Defi bekommen und bin dadurch natürlich nicht mehr der " Alte ". Meine Beziehung mit meiner Freundin und deren Kinder war bis letztes Jahr normal und bin auch nicht als " Herzkranker "geführt worden. Was ich natürlich auch nicht will. Jetzt merke ich aber doch, obwohl ich geregelter Arbeit nachgehe, dass unsere Beziehung nicht mehr harmonisch ist. Sie hat sich zurückgezogen, scheint in den "Wechseljahren " zu sein. Ich vermisse die Unterstützung bezüglich meiner Krankheit. Auch der Rückhalt bei privaten Dingen fehlt. Leider nehme ich wenig Rücksicht auf meine Krankheit, da ich wieder Arbeiten gehen (muss) im Getränkemarkt und auch " noch ein Haus " Renoviere mit allerlei Problemen. Da gibt es viel Streit und Meinungsverschiedenheiten. Ich bin kein guter Schreiber, würde mich aber über Meinungen zu Beziehungen bei einer Krankheit oder auch allgemeiner Art freuen. Melden kann ich mich erst Spät am Abend.......... ;( Bin Männlich, 45 Jahre alt, seit 2012 ICD Träger...... Grüsse joe - Wolle - 01-11-2014 Moin, herzlich willkommen hier. Zitat:Leider nehme ich wenig Rücksicht auf meine Krankheit,Das dürfte der entscheidende Punkt sein. Komme mit Dir und Deiner neuen Situation ins Reine und rede viel mit Deiner Freundin. Mit ein bisschen Übung kann man auch über sehr persönliche Sachen reden. Es ist wichtig, dass Ihr gegenseitig versteht, wie es dem Anderen geht. - UllaWe - 01-12-2014 Hallo Joe, herzlich willkommen bier im Forum. Hier wirst du ganz unterschiedliche Geschichten lesen..... Alle sind geprägt von Veränderungen, jeder geht anders damit um. Du veränderst dich, deine Situation verändert sich.... Deine Beziehung verändert sich. Und da solltet ihr ins Gespräch kommen.....wie geht es dir, wie geht es aber auch deiner Partnerin? Welche Ängste habt ihr beide? Du sagst, dir fehlt der Rückhalt. Weiß sie das? Weißt du, was sie überhaupt geben kann? Reden, reden, reden...... Und dann drücke ich dir die Daumen, dass deine Beziehung zu denjenigen gehört, die eine solche Veränderung überstehen. Liebe Grüße Ulla - olw - 01-12-2014 Meine Ehe ging in die Brüche wegen der Erkrankung - nach 17 Jahren Ehe reichten 2 Jahre Herzerkrankung um die Beziehung unhaltbar für uns zu machen. Ich wurde umsorgt und wie von einer Glucke so gut beschützt, dass ich das Gefühl hatte, nicht mehr atmen zu können.... Mittlerweile bin ich wieder glücklich verheiratet - und führe ein tolles Leben trotz Herzerkrankung, regelmässigen Herzinfarkten und so weiter....aber ich kann wieder leben! - Joe1712 - 01-12-2014 Vielen dank fuer die netten antworten. Ich freue mich ueber die vorschlaege. Es ist halt schwierig mit ihr zu reden.schauen wir mal :-\ werde mich gerne noch zu wort melden. Erst mal noch mal danke. Liebe gruesse joerg - hella - 01-16-2014 Herzlich willkommen hier! Solche Erkrankungen, die über Husten und Schnupfen hinaus gehen, belasten immer Beziehungen. Immer! Auch der Partner leidet. Und ich glaube, das nicht zu wenig. Schlimmer noch, er darf ja nicht jammern, er ist ja gesund. Wenn man selbst betroffen ist, die eigenen Lebensentwürfe gerade ins Wanken kommen, ist das schwer. Von Angst und Wut und Ignoranz der Situation getrieben, von aufgesetzter Gleichgültigkeit durch den Alltag getragen ...jeder hat seine Strategien. Und der Partner? Wie mag sich das anfühlen, wenn man um das Leben des anderen bangt? Wenn man plötzlich mehr Verantwortung schultern muss? Wenn existentielle Ängste kommen, Wünsche, Träume platzen! Wie viel Größe gehört dazu, die Wut auch mal zuzulassen und sie als reine Abwehr der Angst zu begreifen. Und was ist das für ein Bild, wenn man plötzlich im Hinterkopf hat, am Grab des anderen zu stehen... Das belastet doch ungeheuer, verschiebt Rollenvorstellungen... Wir selbst wollen alle Freiräume, bloß nicht in Watte packen, aber verlangen auch, dass der andere seine Angst aushält. Das ist für Euch beide eine große Belastung. Sprechen, sprechen, sprechen...Frag mal nach ihren Ängsten, ihrer Wut. Und dann macht einfach neue Träume und genießt, was ihr habt. Lieber Herzlos, an dieser Stelle ein dickes Danke für Deinen Mut. Hella - PIVI - 01-16-2014 Hall[size=14]o[size=14] zusammen, [size=14][size=14]ich finde, Hella hat genau die richtigen Worte und Formulierungen gefunden !!!! Vielen [size=14]lieben [size=14]Dank ,dass du es so auf de[size=14]n Punkt gebracht hast !!!![/size][/size][/size][/size][/size][/size][/size] [size=14][size=14][size=14][size=14][size=14][size=14][size=14][size=14]LG [size=14]Petra [/size][/size][/size][/size][/size][/size][/size][/size][/size] - hella - 01-17-2014 Oh, Danke. - Andora - 01-22-2014 liebe Hella, schon bevor ich deinen Text zu Ende gelesen hatte , dachte ich, das du ihn quasi fuer Herzlos schreibst. Du hast sooo recht mit deinen Worten und du weisst ja auch, das wir , also mein Mann und ich, im Duett betroffen sind. Allerdings wegen einer anderen Erkrankung. Da ist es doppelt so schwer . Weil, jeder geht anders damit um . Und man muss versuchen einen Nenner zu finden. ich gruesse euch alle hier ganz lieb. Kopf hoch , und denkt manchmal daran , das es Leute gibt , denen geht es noch viel viel schlechter geht als uns Andora - Wolle - 01-23-2014 Moin, Zitat:Auch der Partner leidet. Und ich glaube, das nicht zu wenig. Schlimmer noch, er darf ja nicht jammern, er ist ja gesund.Natürlich ist der Partner auch mitbetroffen. Als es bei mir langsam klar wurde, dass ich ohne Transplantation keine Chance mehr hatte, hatten wir herausgefunden, dass es in der Kinderpsychiatrischen Klinik des UKE ein Projekt zur Unterstützung von Kindern kranker Eltern gab. Wir natürlich sofort hin. Die haben sich klasse um uns gekümmert, u.A. haben die auch dafür gesorgt, dass meine Frau eine 5-wöchige Kur bekam. |