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Panikanfälle - Druckversion

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Panikanfälle - sina - 11-25-2008

Guten Abend,

ich möchte kurz meine Erfahrungen berichten.
Zu Beginn der Myokarditis vor 6 Jahren ging es mir psychisch wirklich schlecht.
Wenn man einen Herzfehler von Geburt an hat, wächst man damit auf, ich glaub das ist eine ganz andere Sache. Doch von Heute auf Morgen aus seinem normalen Leben herrausgerissen zu werde, ist nicht ohne. Gerade in meinem Alter damals. Dort wollte ich noch jedes Wochenende feiern gehen.
Ich hatte mich im Internet schlau gemacht über diese Krankheit und las fast nur negatives.
Na jedenfalls bekam ich in unregelmäßigen Abständen Angstatacken. Ich bekam Herzklopfen und mein Herz raste. Dazu wurde mir schwindelig und Kaltschweissausbrüche begannen. Das ganze war dann nach 20 Minuten wieder weg.
Nachdem ich meiner Hausärztin dies erzählte,meinte sie, dass währen wohl extreme Angstzustände.
Deswegen verschrieb sie mir Tavor, die ich nehmen sollte, wenn solch ein Anfall beginnt. Wenn die helfen,dann sei es wirklich psychisch bedingt.

Lange Rede kurzer Sinn. Heute habe ich keine Probleme mehr damit. Hatte ein Jahr lang immer mal wieder solche Anfälle die ich mit diesem Tavor beseitigen konnte.

Ja gut, dass wollt ich nurmal erzählen. Smile

sina


- agloco - 11-27-2008

Grüß dich,

also ich finde das sehr interessant zu lesen, da ich gerade die gleiche Erfahrung mache.
Und wie ich schon geschrieben hatte, nehme ich auch Tavor, was wirklich gut hilft. Bei den ersten 2 Attacken, bin ich im Krankenhaus gelandet. Ich merke aber, dass diese ständige Angst bis in die Todesangst, langsam abschwächt.
Ich hoffe, dass ich auch mal schreiben kann,dass ich jetzt keine Probleme mehr habe.

Jemand, der nicht selbst in dieser Situation ist oder war, kann garnicht mitreden denke ich.
Von Heute auf Morgen aus dem Alltag geworfen zu werden und Träume platzen zu sehen...das ist mehr als schwer ne.

Aber du machst einen ja Hoffnung sina.
Der eine kommt damit besser zurecht, der andere weniger. Wir beide zählen wohl eher zur letzteren Gruppe :]

Mir hatte eigentlich erst ein Forum geholfen, damit klar zu kommen.
Gab es bei dir einen Auslöser?

Lg
Alex


- sina - 11-27-2008

Das hört sich ja auch nicht so gut an alex. Doch das wird besser, glaube mir Wink Die Zeit spielt für UNS!

Wie meinst du das mit dem Auslöser?

Grüße

sina


- agloco - 11-27-2008

Hallo sina,

ich meinte das so, ob es bei dir einen Auslöser für das positive denken gab?? Irgendwas an das du dich festhalten konntest oder dich ablenkte etc.? Smile

lg
alex


- sina - 11-29-2008

Da fällt mir jetzt nichts ein. Ich sage mal, du lernst mit der Zeit damit umzugehen. Die Krankheit wird ja zu deinem Alltag.
Mit der Zeit verliert man die Angst und es schwächt sich alles ab. man lernt wieder gefallen am Leben zu finden und auch an die Zukunft zu denken.
Ich war so, dass ich gedacht habe, ich lebe ja nicht mehr lang und für mich gab es keine Zukunft. Und nun geht es mir an sich supi, kann fast alles machen und "lebe" wieder Smile

wart ab Wink

sina


- Bigi - 03-07-2009

Hallo,
ja Angstattacken hatte ich auch schon sehr heftige.
Die kamen meistens durch Probleme von außen und nicht
von meiner Herzerkrankung.
Vielleicht hätte ich aber das besser verkraftet, wenn ich
stabieler gewesen wäre. Ich weiß nicht.
Habe einen Kurzschluss gehabt. Ist aber noch mal gut gegangen. Meine Freundin hat den Rettungswagen noch
rechzeitig geholt.
War in Therapie und habe Tabletten bekommen, die ich
nur bei aufkommender Angst nehme.
Ich nahm damals die Tabletten auch, als ich die Defischläge bekam.
Ich bin halt nicht mehr so belastbar.
Durch die Gespräche mit dem Arzt, habe ich ein wenig mehr Selbstvertrauen in die Zukunft bekommen.
Denn jeder ist für sein Leben und sein Handeln selbst verantwortlich.
Meine Gefühle schwanken recht heufig, zwischen Freude und Traurigkeit.
Trotzdem bin ich ein optimistischer Mensch und bin gerne unter Freunden.
Bigi.


- helium - 03-07-2009

Hallo,
Direkt nach der Diagnose hatte ich viel Angst gehabt, ich habe mich nicht getrauet was zu machen! Damals hatte ich die Erkrankung nicht gekannt und aus den Internet sah alles schwarz aus! mit der Zeit habe ich viel gelernt und festgestellt dass dieser Erkrankung (DCM) nicht richtig geforscht ist und von daher kann uns keiner sagen was die Zukunft wirklisch mit sich bringt! Ich habe einfach wieder angefangen normal zu leben aber gesund! ich hatte das Glück einen netten Kardiologen als behandler zu haben. Er hat mir fast alles erlaubt. Ich arbeite seit 2 Jahren voll wieder und ich habe damit kein Problem! Vereise auch sehr oft und es klappt!

Viele Grüße


- Bigi - 03-07-2009

Hallo Helium,
da bist Du schon weiter als ich.
Mit dem Verreisen klappt es bei mir noch nicht so gut.
Bin letztes Jahr zwar mit dem Sportverein in Urlaub gefahren,aber ich werde doch noch etwas warten.
Ohne Arzt und Therapeuten? Nein noch nicht.
Hab immer noch viel Angst vorm Fliegen.Bleib in der Nähe vom Krankenhaus. Ich weiß,daß das blödsinn ist, tausend Argumente dagegen, aber das Gefühl ist da.
Die Zeit und die Normaltität nimmt einen die Angst. Aber für den einen dauert es halt ewas länger. Und drängeln und ungeduld helfen mir nicht weiter.
Es ist aber schon viel besser geworden. Bin trotzdem ein positiv denkender Mensch.Das kommt schon noch ich weiß es.
Geduld, Geduld. :redface:


- agloco - 03-10-2009

och helium, das finde ich super Confuseduper: da möchte ich auch mal hinkommen. Bin ich manche Tage vieleicht auch. Das schlimme ist, dass sowas wie Krankenhausaufenthalte etc. mich immer wieder runter ziehen. Jetzt steht die OP an und schwupp bekomm ich ein Depri Rolleyes

Naja. Weiter so!

lg
alex


- Ilo - 03-10-2009

Hallo Alex,

ich kann Dich sehr gut verstehen.
Aber bedenke mal, wenn Du den Defi hast....was das für Dich bedeutet......Du wirst Dich sicherer und besser fühlen...
Dieses Ziel musst Du vor Augen haben....dann werden Deine Depri viel kleiner......und wenn Du dann die OP hinter Dir hast, dann kannst Du wieder ein großes Stück nach vorne schauen...... Confuseduper: