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Antworten zu Thema: Panikanfälle
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Geschrieben von Loreen <3 - 06-10-2013, 10:20 PM
Zitat:Doch von Heute auf Morgen aus seinem normalen Leben herrausgerissen zu werde, ist nicht ohne.

naja dass ist bei jedem anders denke ich...zum mindest bei mir. als ich 11 und die diagnose bekam, traf ich das zunächst überhaupt nicht nur alle verwanten und freunde,was ja auch verständlich ist. ich kann nicht sagen wie aber das war ein nur ein gefühl wie wenn mein arzt mir sagen würde dass ich erkältet bin...ich hoffe ihr versteht was ich damit sagen will Wink nach ca einem dreivierteljahr fing ich an ca. zweimal im monat abends im bett fünf minuten zu weinen, weil ich angst habe was die zukunft bringt. allerdings sonst denke ich überhaupt nicht daran, ich lebe so als wäre die rcm nicht da, natürlich achte ich darauf mich nicht anzustrengen usw.
wenn ich in eine situation komme in der ich beeinträchtigt bin verhalte ich mich dementsprechend aber ich denke nicht: ich darf das nicht weil ich krank bin sondern: ich darf das nicht, weil ich es halt nicht darf.
man darf die sache nicht an sich heran lassen (ich weiss leichter gesagt als getan) man darf seine ängste aber auch nicht runterschlucken. seit ich im forum bin und darüber reden kann geht es mir besser ich mach mr halt keine gedanken darüber mehr.

lg Loreen<3



wer nicht kämpft, hat schon verloren
Geschrieben von Carmen - 09-23-2012, 08:03 AM
Hallo Alex,

ja, das kann ich mir gut vorstellen, daß Dich diese "Vorgänge" beunruhigen, nachdem Du ja jetzt auch einige Zeit Deine Ruhe hattest.

Ich würde an Deiner Stelle aber nicht bis November warten, sondern nächste Woche beim Doc - da reicht ja der Hausarzt auch - Blut abgeben.
Ich habe nämlich bei Deiner Schilderung auch an die Schilddrüse gedacht. Wenn da die Werte nicht stimmen, fühlt sich das schon sehr "unruhig" an in der Brust - hatte ich nach der HTX auch schon. Aber vielleicht hast du auch irgend eine Entzündung, von der Du noch gar nix merkst, das CRP aber schon hochgeschossen ist, ohne daß Du Symptome einer Entzündung hast - auch das hatte ich schon nach HTX ;-). Bei beiden Vorfällen lief ich auch äußerst unrund und das sogar mit meinem neuen Herzen. Lass das mal abchecken und warte nicht bis November, damit tust du dir keinen Gefallen.

Ich wünsch' Dir jedenfalls gute Besserung und nimm die Sache diese Woche in Angriff, sonst keimt immer mehr die Angst auf und das ist ja was, was man überhaupt nicht brauchen kann ;-)
Weißt du, trotz Herzerkrankung stellen sich manche Dinge als harmlos heraus, aber natürlich macht man sich gleich Sorgen - für mich vollkommen nachvollziehbar.Ich ließ mich damals mit der Schilddrüse gleich noch nachts in Krankenhaus fahren, so große Angst hatte ich.So ein Weichei war ich vor der Transplantation nicht Smile

Viele Grüße von Carmen
Geschrieben von agloco - 09-23-2012, 03:59 AM
Und da dachte ich, ich hätte es geschafft.........

Ich war bei meinen Eltern und spielte mit meinem Neffen der mich "erschießen" wollte (Räuber und Gendarm), da brach ich natürlich zusammen und ließ mich auf den Boden fallen. Ich muss sagen, dass ich das als recht anstrengend empfunden habe. Nach dem Aufstehen setzen plötzlich Extrasystolen ein die ich durch starke Palpitationen bemerkte. Ja gut das kommt mal vor. Nachdem sie nach drei Minuten nicht verschwanden machte ich mir Sorgen, wurde immer unruhiger, lief hin und her. Nach 25 Minuten Extrasystolen ohne Pause (in denen ich immer wieder die Mutter beruhigen musste den Notarzt nicht zu rufen und dann doch selbst soweit war) war die Angst so groß geworden, dass ich ein paar Krümel abgelaufene Tavor einnahm (und das nach zweieinhalb Jahren) die aber nicht wirken wollten. Doch dann nach etwa 35 Minuten die eine einzige Salve darstellten und einem Toilettengang (der evt. was damit zu tun haben könnte), verspürte ich drastisch Besserung. Das hatte ich noch nie erlebt. Egal was ich tat...das Herz schlug kein einziges Mal regelmäßig.
Auch am Tag zuvor merkte ich beim Möbelrücken, dass ES einsetzten über drei Minuten. Selbst diese Dauer ist ungewöhnlich.

Das dumme ist, ich kann es mir erstmals nicht erklären woran es nun tatsächlich gelegen hat. War es die Anstrengung oder doch die derzeit sehrt labile Psyche...es wäre ein herber Rückschlag. Ich glaube bald, dass ich wieder am Anfang stehe. Ich habe mich so stark gefühlt und dann sowas aus dem Nichts.
Im November bin ich zum Echo und werde das Blut untersuchen lassen. Vieleicht ist es auch die Schilddrüse oder doch das Herz 8|

Das wollte ich nur loswerdenSmile

Grüße
Alex
Geschrieben von silvi - 04-16-2011, 01:56 PM
Alex,Danke schön für den ausführlichen Bericht...
Geschrieben von Ilo - 04-16-2011, 09:10 AM
Ja Alex, ich denke, Neurexan wirkt nicht wirklich bei starken Angst- oder Panikzuständen. Mein Hausarzt hat mir das verschrieben, weil ich einfach ständig viel zu unruhig und hippelig und aufgedreht bin. Zuerst dachten wir, die Schilddrüsen wären schuld - aber die Werte sind einwandfrei.

Ich nehm Neurexan derzeit täglich und sie tun mir recht gut. Ich merke sogar, das die Rythmusstörungen weniger werden......
Geschrieben von agloco - 04-16-2011, 12:04 AM
@Silvy
Ja, wieso kann ein Herzkranker unter Panik und Panikattacken leiden. Das hat mit der Erkrankung recht wenig zu tun. Viel mehr fungiert sie als Auslöser für eine kranke Psyche.
Solch eine Kranheit, die dein Leben plötzlich zum Negativen verändert, richtet vieles in der Seele an. Das kennst du ja selbst gut genug.
Bei mir lief es folgendermaßen ab. Ich durchlief, wie bestimmt ihr alle, einige Phasen. Und zwar die gleichen Phasen wie beim Trauern.
1. Kenntnisnahme (Der erste Schock nach Diagnose, man glaubt nicht daran, alles erscheint unwirklich) 2. Vergewisserung (Bin ich wirklich so schwer krank ? Das kann doch nicht sein, ich war doch immer gesund. Eventuell holt man sich mehrere Meinungen ein) 3. Realisierung (Wohl die schwerste Phase die bei mir mit Ach und Krach kam. In dieser Phase kann auch große Wut und absolutes Unverständniss herschen, doch die Sinne werden klarer, man fängt an zu begreifen) 4. Verarbeitung (Die Wut lässt nach und in dieser Phase entstehen wohl auch Selbstmittleid, später Depressionen und Angststörungen aber eben bei einigen auch Panik) 5. Anpassung (Bis diese Phase erreicht ist, kann es je nach Persönlichkeit nur wenige Monate bis viele Jahre dauern oder sie wird ohne professionelle Hilfe niemals erreicht.)

Bei mir hatten die Panikatacken folgende Ursachen: Eine sich unbewust entwickelnde Herzneurose, an welcher aber auch viele gesunde Menschen erkranken. (Beispiele dafür wären, sich bis zu 100 mal oder mehr am Tag den Puls fühlen, ständiges in sich hinein horchen ob das Herz noch schlägt, eine permanente Angst, dass Herz könnte aufhören zu schlagen, man könne Rhytmusstörungen bekommen, ein kammerflimmern und keiner findet einen-man Stirbt. Dadurch entsteht eine permante Todesangst. Jede Extrasystole die man spürt, lässt einen in Angst ausbrechen. Diese Angst steigert den Puls natürlich, wodurch eine noch größere Angst entsteht- ein kreislauf.)
Diese Ängste die diese Herzneurose (die übrigens mein Defi beendet hatte zumindest größtenteils) produziert, können sich irgendwan ohne erkennbaren Grund zu einer Panikstörung entwickeln, welche sich auch durch plötzlich einsetzende Panikatacken zeigt.
Wer selbst mal eine Panikatcke erlebt hat, weiß wie schlimm diese ist was zur Folge hat, dass man sich vor dem nächsten Anfall umso mehr fürchtet. (Angst vor der Angst - Phobophobie)
Zu der Herzneurose kommt noch die generalisierte Angststörung, welche im Mix die Panik verursachten.

Das war jetzt nur ein Beispiel Silvy. Panik und Angsterkrankungen können durch alles mögliche entstehen.
Angsterkrankungen zeigen sich auch sehr oft durch körperliche Symptome. Gerade bei uns Herzkranken wäre da zu nennen, Schwindel, plötzliche Atemnot, Magen/Darmbeschwerden, chronische Erschöpfung, Tagesmüdigkeit, Schmerzen in der Herzgegend, kribbeln in den Händen (Hyperventilation), ständiges Zittern, innere Unruhe etc.pp. Natürlich sollte jeder zum Arzt gehen, wenn er körperliche Beschwerden hat doch sollte man sich über eine psychische Ursache ebenfals Gedanken machen. Bei mir ist es so, dass die Angststörung rund 80% der körperlichen Symptome verursacht, die man aber erstmal der Herzinsuffizienz zuschreiben würde. Viele Patienten können davon ein Lied singen, wie lange es tatsächlich dauerte, ehe man die Ursache für ihre Beschwerden ausmachte.

Silvy, ganz vereinfacht gesagt ist nicht das kaputte Herz sondern die Ängste die dadurch entstehen ausschlaggebend. Ich hoffe das hat dir etwas weitergeholfen Smile

@illy
Ja Nurohexan ist sicher ein gutes Mittelchen bei leichten Symptomen. Hilft es dir also ganz gut ? Und ist das ein Bedarfsmedikament oder muss man das täglich einnehmen ?
Allerdings ist leider kein kraut gegen eine starke Angst und oder Panikstörung gewachsen.
Für mich war es ein Segen, als mir das Benzodiazepin Tavor verschrieben wurde. Nachdem es die Panikatacke ohne RTW Einsatz beendete, half schon das alleinige Wissen, dass man immer ein Mittelchen bei sich hat, was wirklich helfen würde. Auch wenn es die Holzhammermethode ist, aber es hat geholfen.

Genug dummes Zeugs erzählt ^^

Grüße
Alex
Geschrieben von Ilo - 04-15-2011, 02:55 PM
Ja klar doch Silvi,

nur, jeder versteht unter "Panikattake" wohl etwas anderes.

Ich geriet damals schon immer wieder mal in Panik, wenn mir arg schwindelig wurde, oder mein Herz anfing wie wild zu schlagen. Dadurch hat sich diese Panik dann aber nur verschlimmert. Es kam der Tag, an dem ich gelernt habe, relativ gelassen zu bleiben.....aber das fällt nicht jedem leicht.

Ich kann nur zu gut verstehen, dass man bei gewissen Anzeichen oder in gewissen Situationen schnell in Panik geraten kann. Aber dagegen ist auch ein ganz gutes Kraut gewachsen, dass ich jedem, der immer wieder über unruhige Zustände klagt, empfehlen kann. " Neurexan" Homeopatisch und wirklich nicht schädlich. Ich hab die Tabletten immer bei mir - und sollte ich mal arg unruhig werden oder in eine stressige Situation kommen, dann nehm ich die ein...... Sollte aber jeder vorher mit seinem Arzt abklären...
Geschrieben von silvi - 04-15-2011, 12:15 PM
Also,ich hatte noch nie Panikattacken...wieso
bekommt ein Herzkranker die???
Geschrieben von Ilo - 03-26-2011, 12:13 PM
Die Panikataken haben auch bei mir nachgelassen. Sagen wir mal so......ich bin einfach ruhiger und gelassener geworden. Über Dinge, die ich eh nicht ändern kann, rege ich mich nicht mehr auf.....das war früher schlimmer...... heute lehne ich mich zurück und nehm es hin...."es kommt, wie es kommen soll und muss"..........
Geschrieben von agloco - 03-24-2011, 04:48 AM
Ganz genau christin, deswegen schrieb ich auch 5 Sekunden, wie es der Doc sagte. Smile

Wie ergeht es euch (euch Panikattacken und Angstpatienten) derzeit ?

Bei mir sieht es derzeit ganz gut aus....wenisgtens die Panikattacken im Alltag haben nachgelassen. Und bei euch ?

Grüße
Alex
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